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Dachau : Erlebnisse im Konzentrationslager / von Konrad Wüest Edler von Vellberg
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Gar zu oft packte helle Verzweiflung die Eingelieferten schon in den ersten Tagen. Dann hingen sie- die Armen, Hilflosen, Geschlagenen, Getretenen und Verlassenen an einem Morgen im 400 Voltdraht gleich toten Mücken im Netz der Spinne. Von diesen armen Opfern wurden Teile in Spiritus gelegt und im Lagermuseum als Produkte einer Selbstzerfleischung zur Schau gestellt. Die verschiedensten Arten von Selbstverstümmelung waren dort ebenfalls zu sehen. Dieser oder jener mag vielleicht denken, daß diese gesamten Vorkommnisse nur eine interne Angelegenheit der verschiedenen Lagerkommandanten aller Konzentrations­lager oder deren Gesamtführung war. Weit gefehlt. Der Reichs­fürer der 44, Heinrich Himmler , und der Gauleiter Wagner ließen es sich nicht entgehen, bei ihrer Anwesenheit im Lager stets diesem Museum einen Besuch abzustatten. Sie hielten es auch für ihre Pflicht, Gästen, die sie bei sich hatten, diese einzigartige Schau gräßlichster Verrohungsdelikte mit Bra­vour vorzuführen. Selbst die einzige Frau, die das Konzen­trationslager Dachau betrat, stattete dieser Schau ihren Besuch ab, Pia, die ,, rühmlichst" bekannte Krankenschwester Hitlers . Zu Weihnachten allerdings machte sie in Humani­tät und begann ihre verlogenen, hinterhältigen Ausführungen

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