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eine weitere Neuerung erstanden, die verrufenen Gaskammern. Es handelte sich hierbei um eine ungewöhnlich einfache, allerdings ebenso skrupellose Einrichtung! Die ausersehenen Zebraisten wurden zum Brausebad unter die Dusche geführt. Das Handtuch, das sie mitbekamen, war nur Ablenkung, nur Attrappe, denn aus den Brausen über ihren Köpfen strömte nicht Wasser, sondern flüssiges Gas! Das Handtuch brauchten sie nie mehr.
Das gewöhnliche Vorstellungsvermögen eines Menschen reicht nicht aus, sich das Aussehen der Kranken oder Invaliden dieses Konzentrationslagers Dachau irgendwie auszumalen. Selbst bei Menschen mit außergewöhnlicher Abmagerung ist im normalen Leben der After nicht sichtbar. Er ist zwischen die Gesäßbacken eingebettet. Anders, ganz anders war es um diese Opfer bestellt. Bei ihnen schlossen sich die Oberschenkel nicht, der After lag völlig bloß. Die Oberschenkel waren nur mit Haut, grauer, welker Haut überzogene Knochen. Die Schließmuskel des Afters waren erlahmt und ließen durch die Öffnung stets den Kot langsam herausfallen. Diese armen Opfer fielen trotz der im Lager, wie insbesondere im Revier allgemein herrschenden Kameradschaft den übrigen Kranken sehr zur Last. Was aber bedeutete das für die Bestien, denen sie alle überantwortet waren. Bei Ausbruch der Typhusepidemie verblieben nur wenige, mit allen modernen Schutzmitteln ausgerüstete 44- Männer zur Bewachung in ihrer Nähe. Von allen anderen, die mucig das Feld räumten, war nichts mehr zu sehen. Sie holten bestenfalls neue Invalidentransporte.
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