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Dachau : Erlebnisse im Konzentrationslager / von Konrad Wüest Edler von Vellberg
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eine weitere Neuerung erstanden, die verrufenen Gaskam­mern. Es handelte sich hierbei um eine ungewöhnlich ein­fache, allerdings ebenso skrupellose Einrichtung! Die aus­ersehenen Zebraisten wurden zum Brausebad unter die Dusche geführt. Das Handtuch, das sie mitbekamen, war nur Ablenkung, nur Attrappe, denn aus den Brausen über ihren Köpfen strömte nicht Wasser, sondern flüssiges Gas! Das Handtuch brauchten sie nie mehr.

Das gewöhnliche Vorstellungsvermögen eines Menschen reicht nicht aus, sich das Aussehen der Kranken oder Inva­liden dieses Konzentrationslagers Dachau irgendwie auszu­malen. Selbst bei Menschen mit außergewöhnlicher Ab­magerung ist im normalen Leben der After nicht sichtbar. Er ist zwischen die Gesäßbacken eingebettet. Anders, ganz anders war es um diese Opfer bestellt. Bei ihnen schlossen sich die Oberschenkel nicht, der After lag völlig bloß. Die Oberschenkel waren nur mit Haut, grauer, welker Haut über­zogene Knochen. Die Schließmuskel des Afters waren erlahmt und ließen durch die Öffnung stets den Kot langsam her­ausfallen. Diese armen Opfer fielen trotz der im Lager, wie insbesondere im Revier allgemein herrschenden Kamerad­schaft den übrigen Kranken sehr zur Last. Was aber be­deutete das für die Bestien, denen sie alle überantwortet waren. Bei Ausbruch der Typhusepidemie verblieben nur wenige, mit allen modernen Schutzmitteln ausgerüstete 44- Männer zur Bewachung in ihrer Nähe. Von allen anderen, die mucig das Feld räumten, war nichts mehr zu sehen. Sie holten bestenfalls neue Invalidentransporte.

Vellberg erinnert sich an einen Transport von Invaliden

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