Druckschrift 
Dachau : Erlebnisse im Konzentrationslager / von Konrad Wüest Edler von Vellberg
Entstehung
Seite
32
Einzelbild herunterladen
  

Der Außenstehende, der Unwissende wird nun bestimmt annehmen, daß diese als die Glücklicheren zu bezeichnen waren, weil sie den Unbilden des Konzentrationslagers entzogen waren. Welch fundamentaler Irrtum! Meist kehrten diese Abgestellten später in Sammeltransporten als Invaliden nach Dachau zurück. Besonders das Konzentrationslager in Ravensbrück mit seinen Steinbrüchen hatte einen un­geheuren Häftlingsverschleiß und einen ungewöhnlich hohen Bedarf an Arbeitskräften. Laufend erhielt es neue ,, Ware " und schickte laufend Invalidentransporte nach Dachau zu­rück. Diese ausgelaugten Menschen durften sich dann in Dachau ,, erholen". Diese Erholung bestand lediglich darin, daß sie für recht kurze Zeit von der Arbeit befreit waren. Außer der, ach so knappen Lagerverpflegung erhielten sie selbstverständlich keinerlei Zusatz an Nahrung. Es wurde bestenfalls versucht, diese Arbeitskraft durch gewährte Ruhe­pause körperlich nach den Auffassungen dieser Unholde für einen zweiten Arbeitseinsatz wiederherzustellen. Ging dieser Versuch fehl oder versprach er nicht den erwarteten Erfolg, so war diesen Bestien daran auch nicht viel gelegen, denn dann wurde diese Nummer einfach abgeschrieben. Es lag ja in der Hand dieses Gewaltsystems sich ohne jede Mühe schnell Ersatz zu schaffen. Ebenso leicht fiel die Abschreibung! Die in Massen vorliegende Sterbeurkunde bescheinigte eben den Angehörigen, daß der Häftling an ,, Kreislaufstörungen" verstorben wäre, auch in den Fällen, in denen der Betref­fende als ,, Versuchskaninchen" zugrunde gegangen war. Da war beispielsweise eine nette" Malariastation, die irgendein von Adolf Hitler berufener und höchst wahrschein­

32

lich als

fessor

abkomm

Anophe schenke lichen Blutpro

das Ve geführt

eben,

Die

auf ein

verpfla

aus de

ren St

Auß

geln in die nic

erhelle

Regim

Man b

priesen

legenh

als Go

gott in

Noc

sich u

Eiswas

bis er

3