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Dachau : Erlebnisse im Konzentrationslager / von Konrad Wüest Edler von Vellberg
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lings, ob es ein Vellberg oder Meyer ist, spielt keine Rolle, wichtig ist der Einblick in das Geschehen, das sich mit dem Namen ,, Dachau " gedanklich verbindet. Jener kleinen Ort­schaft in Bayern in der Nähe Münchens , der seinerzeitigen Hauptstadt der Bewegung, die es sich nicht nehmen ließ, auch in dieser Richtung tonangebend an der Spitze zu mar­schieren. In der Nähe von Dachau also war dieses berühmt gewordene, mit Fluch, Schimpf und Schande beladene Konzentrationslager gleichen Namens. Lager ist eine falsche Bezeichnung, da sie irrtümliche Vorstellungen hervorruft. Es war ein größerer Ort, ja eine kleine Stadt, denn außer dem eigentlichen Häftlingslager befand sich um dieses herum ein großer Bereich mit vielen Quadratkilometern Flächen­raum. Hier befanden sich größere Wirtschaftsbetriebe, in denen die abkommandierten, handwerklichen Häftlinge ar­beiteten. Etwa I 000 Mann stark war das tägliche Arbeits­kommando. Neben den zur Selbstversorgung des Lagers notwendigen Arbeiten wurden fast alle Arten handwerklicher Berufe dort ausgeführt.

Ursprünglich war dieses Konzentrationslager Dachau die Zentrale aller weiteren Konzentrationslager in Deutschland . Viele Arbeitskräfte wurden von hier aus in die anderen Lager verschickt. Aber auch kleinere Arbeitskommandos wurden nach allen Teilen Süddeutschlands abgegeben. Beispiels­weise wurden auch nach Schloß Ischl im Wörgeltal, wo der ehemalige französische Ministerpräsident Daladier interniert war, Häftlinge abkommandiert. Nach Konstanz , Kempten , Ulm , Stuttgart usw. waren kleinere Kommandos mit je einem 44- Mann unterwegs.

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