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Dachau : Erlebnisse im Konzentrationslager / von Konrad Wüest Edler von Vellberg
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geworden. Seine Spezialität waren die Pfarrer. Besonders nach durchgebrachten Nächten konnte man ihn zum Block der Geistlichen schlendern sehen und dann sein Brüllen weit vernehmen.

Wenn nun die objektive Darstellung dieser Persönlich­keiten davon berichtet, daß die Spitze, also der Lagerkomman­dant, Sturmbannführer Weiß, zwar ein strenger, aber, so­weit es die Verhältnisse zuließen, bis zu einem gewissen Grade objektiver Mann war, so darf man nie vergessen, daß er ja letzten Endes die Verantwortung dafür trug, daß sich unter seiner Leitung in diesen Jahren solche Charaktere wie die geschilderten halten, ja daß sich unter seinem Re­gime die noch folgenden Erbärmlichkeiten, Bestialitäten bis zum Mord abspielen konnten.

Sein Nachfolger wurde kurz vor der Entlassung Vellbergs der Obersturmbannführer Weiter, ein kleiner, dicker Mann mit scheinbar guten Anlagen.

Der Leser wird selbst erkennen, daß das ganze Buch nicht auf Sensationslüsternheit, sondern auf die Darstellung nack­ter Tatsachen abgestellt ist. Zwar steht schon das bisher Ge­lesene bestimmt in vollem Widerspruch zu dem, was der brave Bürger in Deutschland sich unter dem Nationalsozialismus gedacht hat, mag er zu ihm gestanden haben, wie er wollte, doch kann sich der Schreiber nur auf eine Auslese beschrän­ken. Eine eingehende Darstellung dieser Unmenschen, die als Unterführer und Führer in diesem Lager über das traurige Schicksal der Häftlinge zu entscheiden hatten, ja über ihr Fortleben würde selbst ein gesamtes Werk an­füllen. Es soll die Beschreibung dieser Unholde damit enden,

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