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Dachau : Erlebnisse im Konzentrationslager / von Konrad Wüest Edler von Vellberg
Entstehung
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Dachau

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Der Transportwagen wurde über Nürnberg geleitet. Welche Demütigung! Mit dem Freispruch in der Tasche ging es zu zwei Mann aneinandergefesselt durch die Straßen der Stadt zum Gefängnis. Nach einer Woche war ein Sammeltransport zusammengestellt. Der allen Freiheitsliebenden in den Jahren des Naziregimes so verhaßt gewordene Name Dachau kam in Sicht. Aus dem Zuge ging es so schnell im Laufschritt in die bereit gestellten Lastwagen, daß niemand Gelegenheit hatte, sich nach rechts oder links umzuschauen. Nach ca. fünf Kilo­meter Fahrt fuhr man durch das Tor der Trübsal, das in riesigen Lettern die hohnvolle Inschrift trug: ,, Arbeit macht frei", gleichbedeutend oder besser noch Dante's ,, Laẞt alle Hoffnung fahren". Vellberg wie den anderen war es klar, wie dieser Spruch gemeint war. Nach den Wünschen dieser Nazis sollten sie ,, arbeiten", bis sie ,, auf"-gearbeitet waren.

Das Lager

Das Lager umfaßte ein Areal von ungefähr I × 1,5 km und war von einem ca. fünf Meter hohen Stacheldrahtzaun um­geben, der mit 400 Volt- Strom geladen war. Darauf folgte ein Drahltverhau und ein angelegter, durch seine glatten Zement­

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