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genau so ab wie den Faschismus. Volle fünf Jahre bin ich als Ingenieur in den Werken von Gorki tätig gewesen und kenne daher bestens die Gesellschaftsform, für die du jetzt streitest. Ohne Christentum wird die Welt in Nacht und Finsternis versinken, und ein besseres Sozial- programm als das der Bergpredigt Christi hat noch kein Mensch auf- stellen können. Nicht das Christentum ist schuld an dem heutigen Chaos, sondern die Menschen, die die christliche Lehre der Nächsten- liebe dem Götzen Ich geopfert haben. Da sie nun aber die Folgen der Auflehnung gegen Gott nicht mehr übersehen können, schieben sie die Schuld nicht sich, sondern dem von ihnen verworfenen Christen- tum zu. Du darfst, mein lieber Karl, nicht Ursache und Wirkung ver- wechseln!“
An solchen Gesprächen beteiligte sich auch gern der Capo. Er war ein Journalist aus Frankfurt und Sozialdemokrat. Als Hitler die Macht an sich sriß, emigrierte er nach Frankreich und fand eine Anstellung bei einem Pariser Linksblatt. Wegen eines uns unbekannten Vergehens war er 1937 als lästiger Ausländer ausgewiesen worden. Er ging nach Belgien , und dort setzten es die Deutschen durch, daß er ihnen aus- geliefert wurde. Die Gestapo schaffte ihn sofort nach KA-EL-BU. Er war einer der besten Capos, die wir kannten, und war immer bestrebt, Grausamkeiten in seinem Kommando zu verhindern. Er wurde von uns allen hoch geschätzt, und wir waren bedacht, ihm das schwere Amt des Capos nicht unnötig zu erschweren.
Mit dem Capo war ein Bibelforscher an unsere Gruppe herangetreten, und wir brachen unser politisches Gespräch sofort ab. Nicht weil wir ihn fürchteten, sondern weil wir ihn gut kannten und wußten, daß dann des Debattierens kein Ende sein würde. Er hörte auf den Namen Ernst und war ein Hamburger Hafenarbeiter. Daheim hatte er sechs unmündige Kinder, und seine Frau saß in einem Frauen-KZ. Ernst war sehr fromm, und auch bei der Arbeit zeigte er immer ein freundliches Gesicht. Er lebte ganz nach der von ihm ausgelegten Hl. Schrift, und die Bibel kannte er fast auswendig. Nicht wenig Mühe gab er sich, uns für seinen„Heilsplan Gottes‘ zu gewinnen. Aber wir wollten von einem zukünftigen tausendjährigen Reich Gottes auf Erden nichts"wis-
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