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nen. So oft er es ermöglichen konnte, ging er zu Niuras Vater hin und hatte in kurzer Zeit das Vertrauen des alten Kolchosnik gewonnen.
An den warmen Sommerabenden saßen viele Soldaten vor den Be- hausungen der Zivilisten. Wenn die Front nicht in Aufruhr war, dann tanzten die jungen Russinnen zu den monotonen Klängen einer Zieh- harmonika oder eines Grammophons, Niura sollte dann auf Befehl der Soldaten ebenfalls tanzen, und ohne Franzens Eingreifen hätte sie wohl mehr als nur das machen müssen.
Gleich hinter der damals ziemlich stabilisierten Front hatte sich ein üppiges Etappenleben breit gemacht. In der Stadt Reschew gab es Freudenhäuser, und die Etappenoffiziere stolzierten wie aufgeputzte Pfaue in den Straßen. Beim Troß hielten sich die Küchenbullen und die Zahlmeister regelrechte Harems, und die Mädchen, die ihnen nicht gefügig waren, wurden als Spioninnen und Partisanen bezeichnet. Franz hatte dann alle Mühe, um die Unschuldigen vor diesen Despoten zu retten.
Franzens Besuche bei Niuras Eltern konnten indessen nicht ver- borgen bleiben; doch nahm niemand Anstoß daran, weil ein Liebes- verhältnis etwas Alltägliches war, woran sich kaum einer stieß. Er aber hatte Niura in der Tat liebgewonnen, und sie war für ihn nicht die Tochter eines feindlichen Volkes, sondern ein Mensch, der seiner Hilfe bedurfte. Niura hatte die Deutschen zu hassen begonnen, als diese im Winter ihr Dorf an allen vier Ecken anzündeten, und als dann der Bruder sterben mußte, da sprach sie nur noch von den Sabaki(Hunde). Nur einer zarten Natur, wie Franz es war, konnte es gelingen, den brennenden Haß in dem Mädchenherzen zu löschen. Ihre Seele war wieder sanft und mild geworden wie eine russische Sommernacht.
Wenn die Sonne unterging, dann saßen die beiden auf der Bank aus Birkenholz, und ihre Augen gingen in die Weite. Ja, das war das unermeßlich große Rußland mit seiner sanften Seele, und dies Mädchen neben ihm war dieses Land. Warm waren ihre schmalen Hände und taufrisch der Mund. War sie nicht eine Rose unter den anderen, weniger schönen Mädchen des Dorfes? Konnte er, Franz, von diesem Duft der Rose nicht etwas für sich beanspruchen? Er war noch jung, und frei war
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