pistole. Blieb ein schwacher Häftling am Wege liegen, dann setzte ihm die SS - Mordkolonne die Pistole ins Genick, und die Kugel beendete das Leben eines müden Erdenwanderers.
Die Zahl der Ermordeten mehrte sich von Tag zu Tag. Die fehlende Verpflegung tat ein Übriges, um den schon ohnehin ausgemergelten Körper von einem Tag zum anderen dem Verfall näher zu bringen, so daß er entkräftet zusammenbrach. Allein auf dem Wege von dem Dorfe Klosterheide bis zum Flecken Zechlin zählte ich an einem Tage 218 ermordete Konzentrationäre, welche aus den vorhermarschierenden Kolonnen stammten. Auf den in gleicher Marschrichtung verlaufenden Wegen links und rechts war die Zahl der Todesopfer nicht geringer, wie die am Abend in Zechlin eintreffenden Häftlingskommandos berichteten, denen die Aufgabe oblag, sämtliche unterwegs Ermordeten in der Nähe der Mordstätten einzuscharren, damit die Bevölkerung nicht allzuviel von dieser Bestialität erführe. Dennoch hat es die SS - Henker nicht gehindert, selbst in den Dörfern die Morde auszuführen, wie Fälle in den Dörfern Lindow und Linow in der Nähe von Rheinsberg bewiesen. Dort lagen noch die Opfer der vorherpassierten Marschkolonnen auf der Straße und auf dem Dorfplatz.
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Soweit es möglich war, auf den mitgeführten Karren zusammengebrochene Häftlinge zu transportieren, um sie vor der tötlichen Kugel zu retten, wurde es gemacht. Doch reichte die Kraft der Kameraden nicht aus, alle mitzuführen. So mußte man sie leider den Henkern überlassen, wenn es ihnen nicht gelang, sich soweit in die Büsche zu schlagen und zu kriechen, daß sie nicht von den Bestien entdeckt wurden. Einem Teil ist es gelungen, auf diese Weise zu entkommen und sich bei den mitfühlenden Bewohnern der Ortschaften zu verstecken, bis die Gefahr vorüber war. Einige Tage darauf meldeten sie sich dann bei den inzwischen eingetroffenen Vortrupps der russischen Truppenverbände, welche den Zügen der Flüchtlinge, Wehrmacht und Konzentrationäre folgten.
Beim Passieren der Ortschaften, auch der kleinsten Dörfer, hatten die Bewohner auf ,, höheren Befehl" die Straßen am Ortseingang mit Baumsperren blockiert, um die zu erwartenden russischen Panzer an der Weiterfahrt zu hindern. Außerdem wurden alle Brücken mit Sprengladungen versehen, gleichfalls um den Vormarsch der Russen aufzuhalten. Mehrfach hatten wir Gelegenheit, die Ortsbewohner auf das Unsinnige dieser Maßnahmen hinzuweisen. Der Ortsvorsteher in Berlinchen hatte in richtiger Erkenntnis der Nutzlosigkeit von der Errichtung der Panzersperren abgesehen.
Im Flecken Zechlin wurde eine mehrtägige Rast gemacht, weil einige Schuppen und Werkstätten ein einigermaßen trokkenes Quartier gaben. An der Wegkreuzung, die zum Dorfe Schweinrich führte, passierten an diesen Tagen die ElendsKolonnen Revue. Vom frühen Morgen bis zum späten Abend wechselte das Bild wie in einem Film, der von einem Gebiet ins andere hinüberspringt. Zunächst Marscheinheiten der Wehr macht zu Fuß, und dazwischen die Wagen der Flüchtlinge,
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