gekommen und die höher steigende Sonne nährte die Hoffnung auf Erfüllung des Wunsches Aller: Freiheit durch Zertrümmerung der Hitlermacht. Wohl nirgend war der Wunsch auf eine deutsche Niederlage so groß wie im KZ und insbesondere in dieser Zeit, die das Ende aller Qualen versprach.
Doch mit dem Fortschreiten der fast sommerlichen Wärme meldete sich wieder ein neuer Feind, die Seuchengefahr. Bei den letzten Bombenangriffen war die Kanalisation Oranienburgs, welche auch die Abwässer des Konzentrationslagers aufnahm, zerstört worden. Ebenfalls geriet die Wasserzufuhr ins Stocken. Bei der mehrfachen Überbelegung des Lagers mußte sich eine Seuche katastrophal auswirken. Die Wasserklosetts wurden sofort gesperrt und hinter den Baracken Gruben ausgeworfen für Latrinen. Ein penetranter Gestank lag nunmehr dauernd über dem ganzen Lager und verpestete die Luft in cinem bisher unbekannten Maße.
Die Führung der politischen Häftlinge wurde beim Kommandanten vorstellig und wies auf die Gefahren hin, die nicht nur die Insassen des Lagers treffen konnte, sondern sich auch auf die benachbarten Orte, vor allem auf Oranienburg ausdehnen konnte. In aller Eile wurde daraufhin auch die SS fürchtet um Leben und Gesundheit Chlorkalk herangeschafft und dauernd damit infiziert. Die metertief ausgehobenen Gruben waren oftmals in einer Woche bis zum Rande mit den Fäkalien gefüllt und wurden dann notdürftig zugeschüttet. Neue Gruben entstanden rund um die Baracken und wurden von Tag zu Tag zu einer sich entwickelnden Gefahr für die Gesundheit des ganzen Lagers.
Im Dunkeln lief mancher Häftling, insbesondere Schwache und Hilflose, in diese Senkgruben, aus denen sie von anderen wieder herausgezogen und mit dem Wasserstrahl gereinigt wurden. In einigen Fällen, wo das Hineinfallen solcher Häftlinge nicht bemerkt wurde, kamen die Ärmsten in den Gruben um, und man nahm zum Schluß nicht einmal mehr Notiz davon. Ja, einige Leichen ließ man drin liegen und schüttete die Grube zu. Was bedeutet schon ein Menschenleben, noch weniger ein Toter in Sachsenhausen.
Ein verhältnismäßig sonniger Tag war der 10. April. Frühzeitig zu ungewohnter Zeit um 10 Uhr schrillten die Sirenen über das Lager und Oranienburg . Mückenschwärmen gleich sah man die Bombengeschwader vom Westen und Nordwesten über das Lager hinwegfliegen; man konnte an den charakteristischen Flugbahnen der abgeworfenen Bomben wahrnehmen, daß es sich um einen massierten Angriff handelte. Aus der Ferne hörte man das Einschlagen der Bomben, und die aufschießenden Feuergarben zeigten an, daß das Verderben von Menschen und Sachwerten heute besonders starke Formen angenommen hatte.
In nächster Nähe fielen einige Bomben und setzten die Industriebetriebe der DAW in Brand, vor allem ging die Schuhfabrik völlig in Flammen auf. Im Lager drohte eine Panik auszubrechen, die nur durch die Disziplin der Politischen abgewehrt wurde. Es schien, als sei nunmehr auch
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