Selektion

Die Führung der Mordaktion in der Nacht vom 1. zum 2. Februar 1945 hatten die bereits genannten SS - Lagerführer Untersturmführer Höhn, SS- Untersturmführer Rehn, Rapport­führer Hauptscharführer Böhm und SS- Unterscharführer Hem­pel. Am Morgen des 2. Februar konnte man diese Mordgesellen in der Kommandantur noch in ihrer blutbesudelten Uniform herumstreichen sehen. Sie hatten einen ,, Ruhetag" erhalten, den sie dazu benutzten, sich im Führerheim gründlich unter Al­kohol zu setzen, wobei sie nicht unterließen, sich ihrer nächt­lichen ,, Heldentaten" zu rühmen.

In den nächsten Tagen trat eine gewisse Ruhe ein, die man jedoch nur als Ruhe vor dem Sturm werten konnte. Wann kam der nächste Schlag? Wann wird man die nächste Gruppe nächtlicherweise aus den Betten holen und morden? Es blieb bei dieser einen Großaktion. Scheinbar hatte die Stimme des Auslandes etwas beschwichtigend gewirkt, denn noch im Laufe des 2. Februar gab unser Geheimsender die Vorgänge zum Zwischensender außerhalb der Mauer, der die Nachrichten dann an die Auslandssender weiter vermittelte. So hörte es denn auch die Lagerleitung, und die SS - Führung neben allen Dienststellen im OKW . Man wird sich' den Kopf zerbrochen haben, wer unter den SS - Leuten hier Verrat geübt hatte. Sie mochten tippen, wie sie wollten, weder Sender noch Funk­personal kamen in Verdacht, weil man an einen Geheimsender auch nicht im entferntesten dachte.

Bald kam eine Nachricht, daß die Norweger und Dänen, die mit 2400 Häftlingen im Lager waren, durch Autos des schwedischen Roten Kreuzes abgeholt werden sollten. Man war skeptisch; denn derartige gute Nachrichten hatten zumeist einen dunklen Hintergrund. Doch ein, es war wirklich an dem. Eines Morgens trafen etwa zehn schwedische Rote Kreuz­Autos mit schwedischem Personal unter Führung des Grafen Folke Bernadotte , dem Präsidenten des schwedischen Roten Kreuzes, in Sachsenhausen ein. Sie nahmen an der Straße vor dem KZ die skandinavischen Kameraden auf, die zunächst erst eine warme Verpflegung vor Antritt der Reise erhielten.

Mit gemischten Gefühlen sah man diese Kameraden ziehen. Einerseits freuten wir uns, daß sie unter so guten Verhältnissen die Hölle Sachsenhausen verlassen durften; andererseits wurde ihr Scheiden bedauert. Gerade sie waren es gewesen, die wäh­rend der letzten Jahre ihrer Haftzeit, solange sie Rote Kreuz­Pakete aus dem Norden erhielten, hungernde Kameraden aller Nationen damit versorgten und ihnen über die turchtbare Zeit der Not und Entbehrung hinweghalfen. Tausende verdanken ihnen Leben und Gesundheit, für alle Zeiten haben sie sich in den Herzen der KZ- Kameraden ein dankbares Andenken bewahrt. Als die letzten Autos nach den nordischen Gestaden abgefahren waren, trat wiederum eine kleine Pause der Entspannung ein.

Doch eine Ruhe im Lager gab es nicht; immer noch schwebte das Damoklesschwert über uns Politischen, weil wir sehr wohl wußten, daß man uns beseitigen wollte und viel­leicht nur noch nicht wußte, welche Art des ,, von der Lager­stärke absetzten" erneut in Anwendung zu bringen sei. Die

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