Skandinavien beschafften Medikamenten half, um Kameraden zu retten. Für die Tbc- Abteilung hatte man sogar längere Zeit einen holländischen Arzt Dr. Jahn als Spezialisten herangezogen.

Die Kehrseite des Krankenbaus war furchtbar, so daß man mit Schillers Worten im Taucher" sagen konnte: ,, Und der Mensch versuche die Götter nicht und begehre nimmer und und nimmer zu schauen, was sie gnädig bedecken mit Nacht und Grauen". Mit der Vergrößerung der Belegschaft und der infolge Miẞhandlung, Hunger und Kälte rapide ansteigenden Krankheitsziffer, erwies sich der bisherige, aus zwei Baracken bestehende Krankenbau, als völlig unzureichend. Es wurden vier Wohnbaracken für die Kranken, die meist alle Todes­kandidaten waren, hinzugenommen und zudem noch eine weitere Baracke im Krankenbaugelände neu errichtet. Des weiteren wurde in der Isolierung bei den Russen noch ein Baracken­flügel für Kranke eingerichtet, der Leute wegen, d. h. um auch den Besuchern sagen zu können, welcher Fürsorge sich die Kriegsgefangenen erfreuen durften.

Bei einer durchschnittlichen Lagerbelegschaft von 15 600 Häftlingen in der Zeit von Mitte September bis Mitte Dezember 1942 zählte der Krankenbau einen Tagesbestand von ca. 1000 Kranken. Davon starben in den angeführten drei Monaten 1229 an folgenden Ursachen: Ruhr 552, Körperschwäche 242, Pneumonie 164, Tbc 95, allgemeine Infektion 85, Herzkompen­sation 25, Pleuritis 23, Magengeschwüre 6, Peritunitis 5, Ileus 4, Lungenabseẞ 3, Vergiftung 4, gewaltsamer Tod( auf der Flucht erschossen, Selbstmörder usw.) 21, zusammen 1229.

Hierbei sei eingeschaltet, daß die Todesursachen auf den Totenscheinen in den überwiegenden Fällen wissentlich falsch angegeben waren, um zu verschweigen, daß die Opfer durch gewaltsamen Tod wie Erschlagen, Ertränken, Gift usw. ums Leben gebracht wurden. Später erfand man für die gewaltsam ums Leben Gebrachten einen gemeinsamen Namen als Todes­ursache: Kreislaufstörungen, wobei zu bemerken ist, daß der Tod stets durch Kreislaufstörungen bedingt ist. Immerhin hörte sich die Sache besser an, wenn die Angehörigen diese tröst­liche Mitteilung erhielten.

Nachdem im Frühjahr 1942 einige tausende Invaliden usw. in die größeren Vernichtungslager Dachau , Gr. Roosen und Auschwitz abtransportiert waren, senkte sich die Zahl der Lagerinsassen auf 9503, wovon am 30. 4. 1942 an Ganzinvaliden 329 gezählt wurden, Halbinvaliden, Schonungskranke und Alte oder Gebrechliche 315. In den Jahren 1940 bis 1942 sind im Revier 395§ 175er ,, verstorben", d. h. umgebracht worden. Mit den im ,, Klinker" Ermordeten ergab sich bis April eine Gesamtzahl von über 600 getöteten§ 175ern. Was nach diesem Zeitpunkt bis zur Kapitulation noch von diesen bedauernswerten Ge­schöpfen lebend im Lager war, ist kaum erwähnenswert; es läßt sich mit Fug und Recht behaupten, daß man die§ 175er restlos vernichtet hat.

Zu jener Zeit, als Sachsenhausen noch nicht das große Menschenschlachthaus mit den vier Verbrennungsöfen besaß, wurden die sog. ,, Muselmänner", d. h. jene Körperschwachen

198

und Un Skelette einer in 4000 d 2600-3 Grad d

Bei

gesagt,

schein:

zierten

usw, n

um

merkt,

haupt

Der La

Sanität tentanz und sa

samme

Vo

Kriegsg geschil

ihren

getrieb Verpfle

tern u Armste denden

kam n

Augen

den A

floß d

lingen

länger

über

vor H

Bild d

Ei

welche

wurde

Barack

Luftsc

dem d

und t um u

Dach ihn s

linge

gelass

So behaft geschl

auf G