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Zum Experimentieren nahm man vorzugsweise Juden. In R II(innere Krankheiten) waren elf Juden, alle noch im Knaben- alter, untergebracht, um durch Injektion mit allen möglichen Giften deren Wirkungen auszuprobieren. Meist jeden zweiten Tag wurden die Jungen gespritzt, und zwar handelte es sich um sehr schmerzhafte Injektionen, die Fieber hervorriefen und die Opfer nötigten, Bettruhe zu nehmen. Bis zur Kapitulation befanden sich diese Unglücklichen noch im Krankenbau. Sie hatten die Häftlinssnummern 70000 und folgende Nummern.

Von den im März 1940 eingelieferten Zugängen verstarben innerhalb eines Monats 53, davon waren einige nur wenige Tage im Lager; die Mehrzahl verstarb innerhalb 14 Tagen. Die Zahl der im Zeitraum vom 1. 8. 1940 bis 17. 3. 1941 Ge- hängten und Erschossenen betrug 58. In dieser Zahl waren einbegriffen 33 Polen , welche am 9. 11. 1940 auf Befehl des Chefs der Sicherheitspolizei und des SD im Industriehof er schossen wurden(Heydrich-Revanche-Aktion). Die Gehängten passierten den Leichenkeller des Krankenbaus, während die Erschossenen direkt zur Richtstätte im Industriehof gebracht wurden,

Die bekannten Verbrecher, Gebrüder Saß, ‚wurden unter Umgehung des Lagers zum Richtplatz gebracht und dort am 13. 4. 1940 erschossen. Der aus dem Sensationsprozeß bekannte Leo Sklarek wurde am 22.5. 1942 abends nach dem Appell erschossen. Am 20, 10. 1942 wurden 30 ukrainische Zivilarbeiter, die wegen Körperschwäche arbeitsunfähig waren, kurzerhand umgelegt. Am gleichen Tage wurde der frühere SPD -Angehörige Otto Schmidt(13514) gehängt, nachdem er drei Jahre im Dunkelarrest des Zellenbaus zugebracht hatte. Über seinehell- seherische Gabe ist schon in einem Vorkapitel berichtet worden,

Unendlich groß war die Zahl jener Häftlinge, die durch Mißhandlungen in den Tod getrieben wurden. Entweder nah- ınen sich diese KZ-Opfer das Leben durch Erhängen oder Ertrinken im Kanal beimKlinker. Gleichfalls suchten viele den Tod, indem sie in den Starkstrom liefen. Waren sie nicht sofort tot, so wurden sie durch Schüsse vom Wachtturm aus getötet, In einem Fall erschoß sich(11. 2. 1942) ein Häftling in der SS -Garage mit einer SS-Dienstpistole. Die Kugel durch- schlug beide Schläfen und die Holzwand der Baracke, wo sie im Nebenraum einen am Schreibtisch sitzenden SS-Rottenführer durch Herzschuß tötete.

Der Krankenbau hatte zwei Aufgaben für die SS, eine ve- präsentative den besuchenden Kommissionen gegenüber und die der Liquidierung der Kranken. Wie schon in einem Vor- kapitel ausgeführt, herrschte in den Baracken RI und RII eine nahezu mustergültige Ordnung und Sauberkeit. Auch die Behandlung der Kranken hinsichtlich Operation und Pflege war anerkennenswert, nicht zum wenigsten durch die Mitwirkung des aus Häftlingen zusammengesetzten Pflegepersonals und der später hinzugezogenen Häftlingsärzle, unter denen sich hervor- ragende Spezialisten, Chirurgen und Internisten befanden. Hier sei besonders des norwegischen Arztes Svend Oftedal gedacht, der dem Krankenblock monatelang vorstand und mit den von

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