hlaf
den. ags
ver
sich
zu
eilig Diele
zu
den.
ling gan
wie test
enen
die
en;
sich
alles
ehr.
den
lbst
die
Drei
Ley
wes
lien
enen
Iner vale
chen
ins igen
mann
der
rau,
Not
auf
erzig
die nger
An
ück
falls
be
Das trübste Kapitel betraf die durch Briefe bekannt werdenden brutalen Einmischungen der Gestapo in die ehelichen Verhältnisse des Konzentrationärs. Tausendfach übereinstimmend lauteten die Briefe dahin, daß die verbrecherischen Gestapoleute die Frauen aufforderten, sich von ihren Männern scheiden zu lassen, weil sich dann die NSDAP mit ihren Gliederungen für die Verbesserung ihrer wirtschaftlichen Lage einsetzen würde. Diese systematische Zerrüttung der Ehe durch die Gestapo und die Vergewaltigungen der Ehefrauen führten in vielen Fällen zu Ehescheidungen, die der Häftling entgegennahm oder von sich aus durch einen Anwalt anstrengen mußte. So hatte er neben dem unerträglichen KZ- Leben auch noch die seelischen Schmerzen zu erdulden, die ihm die Gestapo in der Heimat bereitete.
Erfreulich ließ sich feststellen, daß ein großer Prozentsatz der Frauen Politischer allen Anfechtungen der Gestapo gegenüber standhielt und zu ihren Männern hielt, deren unbeugsame Lebensgefährtinnen sie Jahrzehnte lang schon in guten und schlechten Tagen und vor allem im Kampf gegen die Nazis
waren.
"
Es war nicht immer leicht, dem Kameraden in den Fällen, wo die Frau die Klage eingereicht hatte, zu raten, doch fiel zumeist der erteilte Ratschlag so aus: Wehre Dich nicht, denn, wenn die Frau es vorzieht, Dich jetzt zu verlassen, so beweist sie, daß ihre Anteilnahme an Deinem Geschick als politischer Kämpfer niemals ernst war. Daher gib sie frei. Die Zeit wird kommen, wo sie diesen Schritt auf das tiefste bedauert." Dieses Argument hat sich nach dem Zusammenbruch des Hitler- Regimes als wahr erwiesen; denn nun hätten diese Ehescheidungs- Kandidaten das Geschehene gern wieder rückgängig gemacht.
Wenn es Abend wurde, zog man gemächlich zum Appellplatz, um Nachrichten zu hören. Fünf Lautsprecher waren im Lager aufgestellt, die gegen acht Uhr OKW - Berichte durchgaben, deren Wert bei den Häftlingen im Kurs stand wie die Märchen aus ,, Tausend und einer Nacht ". Es folgten die unvermeidlichen Worte: ,, Es spricht Hans Fritsche" und hatte man auch dieses Geschwafel über sich ergehen lassen, dann kam der unvermeidliche Josef Goebbels mit seinen Tiraden; bestimmt wurde uns am Freitag Abend sein Leit- oder besser Leidartikel aus der Großkinder- Zeitung ,, Das Reich" als Brechmittel serviert.
Anschließend wurde von den Häftlingen das Gehörte kritisiert und kommentiert und ließ sich feststellen, daß Kritik und Kommentar wirklich erfrischend und aufmunternd wirkte, daß die Nazis nicht den gesunden Geist der Politischen zu erschüttern oder gar zu töten vermochten. Man war auch keineswegs zurückhaltend mit seiner Meinung, wenn die Umstehenden ,, stubenrein" waren.
Bemerkenswert war die Tatsache, daß sich sehr wenig BVer und Asoziale zu den ,, Nachrichten" einfanden, sondern die Politischen überwiegend den Platz einnahmen. Nach dem Schluß des Nachrichtenempfangs wurden zwischen den Ba
12*
179


