der Berufsverbrecher Paul Zander vom Krematorium und Ernst Brennscheidt, Leiter der Schuhprüfungsstelle, dem dieSchuh- läufer unterstanden. DieSchuhläufer, welche in der Straf- kompagnie interniert waren, hatten täglich 40 km Gepäckmarsch auf dem Appellplatz zu machen, um die Güte neuer Militär- schuhe auszuprobieren. Brennscheidt und Zander wanderten auf 15 Jahre nach Sibirien .

Über das Schicksal nachstehender Sadisten ist mir bis zur Drucklesung des Buches nichts bekannt geworden: Baierle (Schweinebacke), Bugdala(Brutala), Clausen, van Deezen, Ding- gräfe, Drechsler, Eilers, Gehring, Grünwald, Lagerführer-Ju- welenräuber en gros, Hering, Hoffmann, Plünderer der Häft- lingskantine Houtjes, Lagerführer Jude(Arier trotz seines Na- mens), Juhren, Janssen(Blaubacke), Rapportführer und später Lagerführer des KZ Natzweiler Hermann Campe, Kaiser, Keß- ler, Kindervater, Knoop, Köhler, Rönig, Lagerführer Krämer, Krieber, Kümmerle, Maierhöfer, Hauptscharführer Moll arrangierte die Massenmorde durch Gas und fuhr mit zwei Henkersknechten von einem KZ zum andern; Müller(Knochen- brecher), Nägele, Rapportführer Nowacki, Pfaff, Pless, Pra- mann, Prengelmann, Hauptscharführer und Leiter der Häftlings- küche, Obergauner von Ruf Rackers, Ress, Lagerführer Sauer, Sadist des Zellenbaus Siemke, Schanz, Schmuntsch, Schnepper, Thieme, Timmerle, Wiegand, Winnich, Zwejn, Lehmann und Dannel, Chef der Politischen Abteilung.

Zu ihnen gesellen sich noch: Untersturmführer Ballhause von der Sonderkommission, die für das RSHA die Opfer aus den Reihen der Politischen hervorholte und diese dem Tod durch Erschießen oder Gas überantwortete. Sein Helfer war der bereils genannte Häftling Rudolf Haas, genannt Kuchan, der in Flensburg erkannt und verhaftet wurde. Weiterer Helfer des RSHA war der Kriminalchef Erdmann von.der Politischen Abteilung. Der Rapportführer Böhm, welcher mit dem Horst Hempel die Opfer für die Gaskammer aussuchte, wurde in einem der Kapitel bereits genannt. Als letzten in der Reihe der Henker nenne ich noch den Stabscharführer Ullmann im Krankenbau, der ‚zu Versuchszwecken die Giftspritzen in rauhen Mengen austeilte,

Den Reigen der Herrenrasse-Elite beschließen die verbreche- rischen Häftlinge und Helfer der SS: Richard Mandel(ge- nannt: Peronje), Blockältester der SK; Wilhelm Böhm(aus Worms ), Totschläger im Krematorium. Beide hat das Schicksal noch im Lager erreicht: tot. Mit der Aufführung der Namen des Berufsverbrechers Hans Gärtner, als Henkersknecht im Krematorium, Alfred Flegel, dem Handlanger des Arbeitsdienst- leiters Rehn, Wilhelm Jacob, Vorarbeiter der ‚Schuhläufer und Wilhelm Thierhoff, Vorarbeiter im Krankenbau und Hand- langer des bereits aufgeführten Giftmörders Ullmann möge die Liste, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit macht, ihren Abschluß finden. Vor den Augen der Überlebenden vom KZ Sachsenhausen sollen die Namen ihrer einstigen Peiniger noch einmal Revue passieren,

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