aufgeschnappt und eilte spornstreichs mit der Notiz zu Ross­ner, der die hochaktuelle Angelegenheit sofort dem Lagerführer Kolb unterbreitete. Kurz darauf wurden wir von Kolb nach­einander vernommen. Selbstverständlich wurde die Anschul­digung abgestritten.

Als jedoch der Denunziant Wirth in die Erscheinung trat, gab es kein Ausweichen mehr. Zunächst gab es für beide Inkulpaten Einzelhaft in der Dunkelzelle des Zellenbaues. Ich hatte am nächsten Tag beim Chef der Politischen Abteilung, Erdmann, ein Protokoll, das von Wirth verfaßt war, zu unter­zeichnen, welches in keiner Weise den Tatsachen entsprach. Am 28. 7. 1943 abends überbrachte mir Kolb im Bunker die Mit­teilung, daß Dr. Pechel und ich nach dem Abendappell öffent­lich gehängt werden sollten. Wir beide konnten also mit unserm Leben abschließen.

Am nächsten Mittag erschien der Lagerkommandant Kaindl in meiner Zelle und teilte mir mit, daß ich nicht bestraft würde, sondern in der SK isoliert werden sollte. Wie war denn so eine Sinnesänderung möglich? Sie entsprach doch in keiner Weise den SS- und Nazigepflogenheiten, die doch nur darauf eingestellt waren, Deliquenten für den Galgen zu schaffen. Diesmal hatten es die einflußreichen politischen Kameraden doch geschafft und dem Kommandanten klar zu machen ver­standen, daß ich diese Nachrichten als Parole aufgefaßt und weiter erzählt hätte; von Pechel war über mich gleichfalls zu Protokoll gegeben, daß meine Nachrichten als humoristische und nicht ernst zu nehmende Parolen gewertet wurden. So kamen wir beide mit dem Leben davon."

Ausdrücklich sei bemerkt, daß bei Verbreiten sog. Greuel­märchen nicht immer so glimpflich wie in diesem Fall ver­fahren wurde. Immerhin riet der Vorfall zur noch größeren Vorsicht gegenüber den überall sich herumtreibenden Denun­zianten. Daß die weiteren Nachrichtensendungen keinerlei Stö­rungen erlitten, sei noch besonders erwähnt; sie haben bis zur Kapitulation weiter bestanden, ohne daß die Lagerführung auch nur den leisesten Schimmer hatte. Selbst meine Inter­nierung in der SK hat mich in meiner Rundfunktätigkeit nicht gehindert. Als SK- Schreiber konnte ich überall Zutritt finden.

Als am 22. Oktober 1942 die Lagerstärke auf dem Platz zum Abendappell angetreten war, vernahm man von der Ba­racke 56( Desinfektion) her Schüsse, Hilferufe und das Fluchen der Blockführer. Dann tauchten plötzlich zwischen den Ba­racken flüchtende Juden auf, die von den Blockführern zur ,, Schießt uns doch nieder", Lagerstraße getrieben wurden.

zu

waren die ängstlichen und verzweifelten Worte, die von uns gehört wurden. Ein Teil der Flüchtenden warf sich auf die Lagerstraße nieder und wartete auf den erlösenden Revolver­schuß. Der Lagerführer Sauer legte sich ins Mittel, um erfahren, was denn vorgefallen sei. Die Juden sollten nach Auschwitz zur Vergasung, was sie von ihren Blockführern erfuhren, als diese ihnen die letzten Habseligkeiten mit den Worten stahlen: ,, In der Gaskammer braucht Ihr nichts mehr, darum nehmen wir es, Ihr verfluchte Judenbande!"

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