britischen Militärregierung in Flensburg auf, wo er von mir wieder erkannt wurde. Das Wiedersehen mit mir und zwei weiteren Flensburger Politischen war keine reine Freude für ihn. Unser Erstaunen wuchs noch, als Haas sich in Flensburg unter dem Namen Rudolf Kuchan als Vertreter des jugosla­wischen Roten Kreuzes vorstellte. In einer äußerst reichen phantasievollen Uniform raste er im eleganten Auto, mit ei­genem Chauffeur, einem Serben, durch die Gegend. Nach kur­zer Zeit ereilte ihn das Schicksal, er wurde in Lübeck fest­genommen, nicht nur wegen begangener Unterschlagung von Rote- Kreuz- Paketen, sondern gleichfalls wegen seiner Spitzel­tätigkeit in Sachsenhausen .

Als Zuträger der Sonderkommission betätigten sich weiter die Rotwinkelträger Herbert Volck und Ernst Siegel, beide abenteuerliche Gestalten aus dem Baltenland, die es gleichfalls verstanden, durch ihre Sprachkenntnisse und Denunziationen politischer Kameraden sich in kurzer Zeit zu guten Positionen im Lager aufzuschwingen; Volck als Lagerältester und Siegel als Dolmetscher. Siegel, ein internationaler Hochstapler, war bei einer Masseninhaftierung in Paris mit festgenommen und mit etwa 1000 Franzosen ins Lager gekommen.

Der Schriftsteller Herbert Volck war kein unbeschriebenes Blatt. Er wurde schon bei seiner Einlieferung in der Politischen Abteilung von mir wiedererkannt als die Seele der revolutionie­renden Bauern( ,, schwarze Fahne mit weißem Pflug"), die um 1930 herum die Landratsämter, Finanzämter und dergl. Amts­gebäude in Schleswig- Holstein mit Bomben belegten; Attentate, die den Kommunisten fälschlicherweise in die Schuhe geschoben wurden.

Auch Volck glaubte seine Freiheit mit Denunziationen Po­litischer erkaufen zu können; doch hatte er nicht mit der Stärke des geheimen Widerstandes gerechnet, den die Poli­ tischen ihm im Lager entgegensetzten. Als bekannt wurde, daß er mitschuldig war am Tode von 27 alten Politischen , die z. T. schon seit 1933 in Haft waren, da wurde er zunächst einmal in mitternächtlicher Stunde derart verdroschen, daß ihn nie­mand als Herbert Volck wiederzuerkennen vermochte. seiner Herrlichkeit als Lagerältester war es vorbei und die in leitenden Positionen wie im Arbeitseinsatz tätigen Po­ litischen ,, verfrachteten" dieses Subjekt beim nächsten Trans­port in ein Vernichtungslager, aus dem nach kurzer Zeit die Nachricht einlief, daß er im Steinbruch tötlich verunglückt sei.

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Von einem weiteren Denunzianten, dem Asozialen Kuhnke, der gleichfalls als Lagerältester fungierte und glaubte, auf Kosten des Verrats Politischer Karriere zu machen, soll die Rede sein. Es gehörte nicht viel dazu, auch dieses Muster mensch­licher Verkommenheit so zum Straucheln zu bringen, daß die Lagerleitung ihn kassierte. Auf dem Transport in ein anderes Lager fand er sich im Waggon mit unzähligen ,, Massagestellen" wieder, die von Fäusten und Stiefelabsätzen herrührten und ihm eindringlich fühlbar machten, daß Austeilen und Entgegen­nehmen von Mißhandlungen doch zweierlei waren.

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