Da sie wohl damit rechneten, nicht wieder in die Heimat zu­rückzukehren, sondern ihnen anderweitig eine neue Heimat angewiesen würde, hatten sie ihre Wertsachen und das Bar­vermögen bei sich und durchweg in die Kleidung eingenäht in der Hoffnung, es vor fremden Zugriffen zu retten.

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Doch sie irrten; die SS plünderte sie gründlich aus. Einer der schlimmsten Räuber war der Scharführrer Brandt von der Effektenkammer, der es so arg mit dem Plündern der Wertsachen der Häftlinge trieb, daß er von seinem Posten ab­gelöst und in den Zellenbau gebracht wurde. Weiteres ist ihm nicht passiert; denn es waren zu viele Mitwisser und Teilhaber, deren Namen nicht bekannt werden durften. Auffallend bei den jüdischen Zugängen aus dem Osten, daß sehr viele Fußzeug und nicht getragene Schuhe mit sich führten. Da es sich noch obendrein um wertvolles Leder handelte, kamen Schuhe und Stiefel in die Schuhfabrik, um dort ,, aus­geschlachtet" zu werden.

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So nach und nach wurde im Lager ruchbar, daß in dem Judenfußzeug Gold, Juwelen, Dollarnoten und wertbeständige Devisen äußerst geschickt in die Absätze und zwischen die Sohlen hineinpraktiziert waren. Ein neues Eldorado tat sich für die Arbeiter in der Schuhfabrik auf; sie hatten Werte in den Händen, mit denen sie ihre Käufe an Zigaretten und son­stigen Artikel tätigen konnten. Für einen Zehn- Dollarschein erhielten die unwissenden Ostarbeiter zehn Papierosy( Ziga­retten), was ihnen sehr viel deuchte.

Sehr bald hatten es die Berufsverbrecher ,, spitz", daß in den Judenschuhen ungeahnte Schätze verborgen waren, und nicht lange dauerte es, so war in den eingeweihten Berufs­verbrecherkreisen des KZ eine Schieberorganisation aufgezogen, die sich sehen lassen konnte. Ja, sie arbeitete so ungeniert, daß auch die Lagerführung von diesem Gold- und Schmucksachen­handel, sowie von den Devisengeschäften Kenntnis erhielt.

Mit den SS - Leuten machten die Berufsverbrecher die er­folgreichsten Schiebergeschäfte. Für goldene Ringe mit Bril­lanten brachten sie den BVern die begehrten Zigaretten ins Lager ohne Wissen der Lagerführung. Liköre aller Art, bisher nie gesehene Delikatessen tauchten im Lager auf, alles im Zuge des Gold- und Devisenstromes, der durch das KZ dahin­rauschte. ,, Wer schafft das Gold zu Tage? Das ist die Schuh­fabrik!" war zum geflügelten Wort im Lager geworden.

Nur allzubald wurde auch die Lagerführung selbst auf die Funde in der Schuhfabrik aufmerksam, sie wollte gleichfalls ihren Anteil haben; nein, alles wollte sie haben. Vor allem war es der Lagerführer Grünwald, der ganz versessen auf die jüdischen Goldsachen und Devisen war. Eine Großrazzia setzte im Lager ein. Zuerst wurde aufgefordert, sämtliche Schmuck­sachen und Devisen beim Blockführer abzuliefern. Die Block­führer, welche etwas vereinnahmten, standen auf dem Stand­punkt, daß auch hier Selberessen fett machte und dachten nicht daran, die Juwelen an den Lagerführer weiter zu geben. Nun wurde mit den rigorosesten Mitteln dem Schiebertum zu Leibe gegangen, d. h. es sollten die Sachen ausschließlich

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