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Beim Einrücken der Arbeitskolonnen am Abend spielten sich vor dem einen Transportauto am Tor die furchtbarsten Szenen ab, als die SS aus den Kolonnen wahllos weitere Juden herausgriff und in das Todesauto zu zerren versuchte. Es waren darunter der staatenlose Leopold Ingwer( 18975), geb. 24, 7, 1920 und Salomon Neumann( 12 850), geb. 24. 6. 1922. Durch das herzzerreißende Jammern der Todesopfer im Auto verrieten auch diese beiden, welches Schicksal ihnen bevor­stand. Sie versuchten zu entkommen und wurden von den SS­Henkersknechten zurückgeholt und zum Auto geschleppt. Als sie sich zu Boden warfen und die Beine der Henker umklam­merten, schoß der Lagerführer Suhren auf die um ihr Leben ringenden Wehrlosen. Weil ein Teil der bereits in das Auto hineingedrängten Juden wieder heraus zu kommen versuchte, knallte Suhren auch diese erbarmungslos nieder und griff selbst mit ein, als die übrigen SS - Bestien die ermatteten und schwerverletzten Opfer, mit Fußtritten und Faustschlägen be­arbeitet, halbtot ins Auto warfen, von wo das Schreien der dem Tode Geweihten über den Appellplatz drang.

Laut der Tagebuchaufzeichnungen waren von diesen er­mordeten Juden 13 im Alter von 20 bis 30 Jahren, 18 waren 30 bis 40, 28- 40 bis 50, 26 50 bis 60, 9 60 bis 70 Jahre alt, während zwei von Ravensbrück zurücktransportierte Invaliden 72 Jahre alt waren. Unter die Ermordeten war , versehentlich" der holländische Jude Ephraim Potsdamer ( 38 856) geraten. Weil die Lagerleitung vielleicht Unannehm­lichkeiten befürchtete, wurde dieser Name in der Liste ge­strichen und an seine Stelle der Name eines soeben im Re­vier verstorbenen Juden Erich Boronow( 34 329), geb. 25. 8. 1906 eingefügt. Da der ermordete Holländer nicht wieder ins Leben zurückgerufen werden konnte, sein Tod jedoch den An­meldete die gehörigen bekannt gegeben werden mußte, so Totenabteilung der Politischen Abteilung am 6. 6, 1942 den P. als am 4. 6, 1942 an einer Krankheit verstorben.

Doch mit den oben aufgeführten Ermordeten begnügte sich die SS - Führung nicht, sie lechzte nach weiteren Blutopfern. Von den am 28. und 29. Mai 1942 hereinkommenden Zugängen wurden 154 Juden für die Fortsetzung des Massenmordes her­aussortiert, so daß Sachsenhausen 500 ermordete Juden als Repressalie für das Heydrich - Attentat aufwies. Es sei betont, daß auf Anordnung der Lagerführung diese zuletzt ermordeten 154 Juden nicht in der Totenliste aufgeführt wurden; jeden­falls muß man Bedenken getragen haben, mit einer solch hohen Zahl ,, verstorbener" Juden aufzuwarten. Unter den zuerst auf­geführten 96 Ermordeten befanden sich u. a. der Kaufmann Selmann Löwenstein, geb. 3. 2. 1868; Schneider Josef Flink, geb. 16. 12. 1868; Kaufmann Adolf Brand, geb. 25. 2. 1869; Gärt­ner Heinz Stargard, geb. 20. 1. 1921; Kaufmann Heinz Lewitzki, geb. 8, 8, 1912 und Sattler Heinz Rosen, geb. 1. 11. 1911.

Das weitaus größte Kontingent der eingelieferten Juden stellten die Ostgebiete und der Balkan . Die Mehrzahl der Ju­den war als besitzlos anzusprechen, doch waren auch ver­mögende Juden in nicht geringer Zahl ins Lager gekommen.

10 Lienau, Zwölf Jahre Nacht

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