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zuließ; ob alt, Krüppel oder arbeitsfähig, stets ertönte der Ruf: ,, Juden raus!"

Es verging kein Tag, an dem die Totenlisten nicht min­destens einen Juden aufwiesen- meist waren es deren mehrere. Wenn die April- oder Novemberstürme den märkischen Sand über dem Appellplatz aufwirbelten, wurden die Juden zum Wassersprengen beordert. Um die Schläuche nicht durch das Schleifen auf dem Appellplatz zu beschädigen, hatten die Ju­den diese wassergefüllten Schlangen auf ihre Schultern zu nehmen. Oftmals trugen bis zu zwanzig Juden die Wasser­schlange und wehe, wenn einer wegen Schwäche oder Kälte zusammenbrach, sofort waren die SS- Fronknechte mit ihren Knüppeln zur Stelle und teilten in bestialischer Weise Prügel aus, bis die Ärmsten leblos zusammenbrachen.

Doch nicht nur die Arbeitskraft der noch wirklich arbeits­fähigen Juden wurde ausgebeutet, auch Effekten wurden ihnen gestohlen, sofern sie nicht schon nach ihrer Einlieferung die besten Wertgegenstände und Barbeträge der SS für angebliche Einrichtungen des Lagers hergaben. Tausende Mark schenkten die Juden zur Beschaffung von ärztlichen Instrumenten, für Ausstattung des Krankenbaus und zur Einrichtung einer Häft­lingsbücherei, alles in der Erwartung, zumindest doch eine menschenwürdige Behandlung zu erreichen, wie man ihnen zugesichert hatte.

Nichts von alledem; denn der Grundsatz der SS und der Nazis war, gegebene Versprechen nicht zu halten. Die

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während Jahrhunderte immer wiederholenden Juden­verfolgungen wurden unter der Herrschaft Hitlers zur erbar­mungslosen Ausrottung der Juden überhaupt. Noch 1940/41, als die Normalbelegschaft eines Häftlingsblocks 150 Mann be­trug, waren im Judenblock deren 375 zusammengepfercht, eine Zahl, die sich in einigen Blocks im November 1941 auf mehr als 500 steigerte.

Wegen der geringsten Vergehen, selbst wenn Juden nicht einmal Schuldige waren, traf die Kollektivbestrafung in erster Linie unbarmherzig die Juden. Diese Kollektivbestrafung be­stand dann im ein- und mehrtägigen Entzug des Mittag- oder Abendessens oder des Brotes mitsamt den Portionen. Die den Lagerinsassen ohnehin schon kärglich bemessenen Rationen wirkten sich bei den von der Strafe des Essenentzuges Be­troffenen katastrophal aus. Ständig sah man wandelnde Juden­skelette auf dem Wege zum Appellplatz entseelt zusammen­brechen.

Das Attentat auf den Massenmörder Heydrich in Prag im Mai 1942 löste als erstes eine neue Gewaltaktion gegen die Juden aus. Im Zusammenhang mit den von der SS und der Gestapo eingeleiteten Repressalien, wie die Ausrottung des tsche­chischen Dorfes Lydice, wurden in den Konzentrationslägern die Massenmorde an den Juden durchgeführt. Am 28. Mai 1942 suchte die SS im Krankenbau und in den Judenblocks 96 Juden aus, die in Autos zum Exekutionsplatz im Industrie­hof transportiert und dort erschossen wurden.

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