zum Zwecke der Beseitigung in ein anderes Lager überführt, wie der gebräuchliche Ausdruck neben dem ,, von der Lagerstärke abgesetzt" war.
Stets waren Opfergruppen in petto, war es nun die Aktion NN, jene Politischen, die bei Nacht und Nebel zu verschwinden hatten, oder die Aktion ,, Gewitter", welche die nach dem 20. Juli 1944 verhafteten und ins KZ verbrachten sozialdemokratischen und kommunistischen Inhaber ehemaliger Posten in gesetzgebenden Körperschaften betraf. Außerordentlich groß war die Zahl der Zugänge, welche aus Anlaß des gegen Hitler verübten Attentats nur das Wort ,, schade" geäußert hatten. Dieses eine Wort ,, schade" brachte vielen den Gastod. Auch diejenigen, welche Zweifel über den ,, Endsieg" gehegt hatten, kamen ins Lager und verschwanden dort von der Lagerstärke. Die zunehmende Verschlechterung der Verpflegung im Lager begünstigte den Verfall der körperlich ohnehin nicht taktfesten Insassen, meistens der Alten, Gebrechlichen und Kranken. Diese aus der Welt zu schaffen, war die Losung der Regierung Hit lers und seiner Oberhenker. Je weiter die Heere der Alliertén auf das Herz des Dritten Reiches , Berlin , vorrückten, umso bedenklicher wurde auch die Situation für die Nazis selbst. Sie wollten leben und das nicht schlecht. Die Versorgung mit Lebensmitteln drohte zur Katastrophe zu werden. Die ,, unnützen Fresser" und lebensunwerten Elemente im KZ mußten schneller beseitigt werden.
So erfand man die ,, Selektion", d. h. es wurde sortiert wer reif war für die Gaskammer. Fast während des ganzen Jahres wurde das Revier durchkämmt, nicht vom Arzt, nicht von den Pflegern, nein, vom Rapportführer Böhm und seinem Adlatus Horst Hempel , oder wie er im Lager genannt wurde, der Fallschirmspringer mit der Kriegskasse. Sie durchsuchten die Blocks, die Arbeitskommandos der Strumpfstopfer und Nietensortierer, wo sich die nicht ,, Volleinsatzfähigen" befanden und angelten zwischen den Baracken wie auf dem Appellplatz ihre Opfer. Unter dem Arm trugen sie eine rote Mappe; daran waren beide kenntlich für jene, welche ihre Mission kannten und ihnen daher aus dem Wege gingen. Wenn einer dieser beiden ,, Invaliden- Fischer" sich mit der Mappe blicken ließ, so tuschelten die Eingeweihten einander die Worte zu:
Der Todesengel geht durch das Lager!
Wehe jedem Alten, wehe jedem Krüppel und gesundheitlich nicht besonders gut aussehenden Häftling, wehe jedem, der hustete und nicht den Eindruck machte, daß er für voll gesund anzusehen war, unbemerkt notierte der Todesengel die auf seinem Jacket oder Hosenbein aufgenähte Häftlingsnummer in seiner roten Mappe, und dann war es um ihn geschehen. Am nächsten Tag wurde er ins Revier bestellt, pro forma untersucht und erhielt zur Besserung seines Gesundheitszustandes eine Spritze oder längeren Erholungsaufenthalt in einem Sanatorium", wie nachstehende Fälle am besten dartun. Seit einiger Zeit befanden sich im Revier als Patienten der in Berlin bestens bekannte Baumschulenbesitzer Späth und der Gewerkschaftsbeamte Lorenz Breunig . Ihnen wie noch einigen
weiter sollter
aspira
Decke
konnt
anfäll
sorgli
W
Breun
rinner
litisch
erwäh
noch Weg gleich gen
fahre
sie a
alle
D
sich
Bader
hande
schlo
ström
sich
einen
berei
die C
Auslu
mato
in de
N
den I
für
welch
bewi
Säure
und
werd
stam
fahre befol
been
Diese
bewa
liche
Hitle
nähe
samt
umz
die S
132


