,, Raus, ihr Säcke!" Abgabe der Effekten, Kleidung usw. in der Effektenkammer. Mit der in der Politischen Abteilung er­haltenen Karte, welche seine nunmehrige Häftlings- Nummer und Haftartbezeichnung als Politischer, Krimineller, Asozialer usw. aufwies, gings im Galopp weiter zum Baden, Gottseidank, das Wasser war warm und unter der Einwirkung der Wärme lebten die ,, Zugänge" wieder für einige Minuten auf. Abtrocknen. Ein wenig ansprechender Lappen, das Handtuch darstellend, wird ihnen an den Hals geworfen.

Einkleidung. Ein zerrissenes Hemd mit einem Ärmel, Unter­hose kaum bis zum Knie reichend, ein Paar defekte Strümpfe, Schuhe mit Ventilation, blau- weiß gestreifte Jacke und dazu Hose aus Holzstoff und einer halbwegs passenden Mütze, und die Ausstattung des ,, Zugangs" war fertig.

,, Zu fünfen antreten!" donnerte Schubert. Flüchtig mu­sterte er noch die Kolonne und verschwand zum Tor hinaus. Alles atmete auf. Ein Häftling führte die Zugänge" in den Zugangsblock. Egon Nickel, ein Politischer, war Blockältester, der jedem seinen Tischplatz, sein Spind und Bett anwies und zu­dem noch Vorsorge getroffen hatte, daß für die Durchgefrorenen und von Hunger Gequälten noch eine Rübensuppe bereit stand. Weitere Kameraden stifteten noch einen Kanten abgesparten Brotes. Eine kurze Belehrung über alles Notwendige, was der ,, Neue" wissen mußte, fand statt, um vor unangenehmen Über­raschungen durch die SS- Blockführer gesichert zu sein, und dann ins eiskalte Bett.

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Frühling war es geworden, allerdings noch ein sehr un­gemütlicher April. Der Kalender verzeichnete den 16. April 1940. Der Blockführer Baierle mit dem Spitznamen ,, Kleine Schweinebacke" brachte einen soeben eingetroffenen Trupp neuer Häftlinge zum Block B. Alle mußten sich wieder über den Appellplatz zum Bestimmungsort rollen. Ein großer, kor­pulenter Mensch vermochte das Tempo des ,, Rollens" nicht inne­zuhalten. Baierle half mit Fußtritten den am Boden hilflos Jammernden nach. Als letzter kam dieses bedauernswerte Opfer des SS - Sadisten vor dem Block B. an. Er erhielt drinnen Sonderbehandlung. In Kniebeuge gehend, mußte er einen Holz­schemel mit gestreckten Arm halten. Sowie die Arme vor Schwäche zu sinken begannen, versetzte ihm Baierle unmensch­liche Fußtritte in die Weichteile. Es war offensichtlich, daß der etwa 60jährige Mann mit einem schweren Herzleiden und mit einem Bruchleiden behaftet war.

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Ohnmächtig fiel er um, und Baierle schlug erneut auf ihn ein. Kameraden der Politischen Abteilung bemühten sich um ihn, denn sie mußten seine Personalien aufnehmen. Es war Wilhelm Hammer, geb. 18. 6. 1879, wissenschaftlich unständiger Arzt, fünffacher Dr.- Titel, Verfasser einer Reihe ärztlicher Schrif­ten und ständiger Mitarbeiter der Wochenzeitschrift ,, Volks­wohl" in Berlin , in der er in volkstümlicher Weise über Ge­sundheitsfragen, Ernährung usw. schrieb. Ein Arzt, der sich erlaubte, der Menschheit Ratschläge zu erteilen, wie man sich erhält, und dem Staat kranke, also ,, unnötige Fresser" auf­zuhalsen, statt mitzuhelfen sie ,, um die Ecke" zu bringen, mußte

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