sämtlich Fälschungen der Gestapo seien. Mir wurden auf Wunsch alle Erleichterungen zuteil, die der Untersuchungs­richter gewähren konnte: Schreiberlaubnis, Einkauf, Besuchs­empfang, Zeitunglesen und Selbstrasieren, so daß ich wenig von meiner strengen Einzelhaft spürte. Zudem wurde mir die Ein­ordnung der Bibliothek auf Veranlassung des Hauptwacht­meisters übertragen. Im Verlaufe meines Aufenthalts im Kieler Gefängnis schrieb ich den Heimatroman ,, Die Damholter Truhe", das Fragment eines Hamburger Romans sowie den Roman ,, Die Gildebraut". Letzteren entwendete mir die Gestapo , während es mir gelang, die beiden anderen Manuskripte, dank des Ent­gegenkommens des Untersuchungsrichters meiner Frau anläẞ­lich eines Besuches zu übergeben.

Nach kurzer Zeit konnte ich auch als Hilfskalfaktor fun­gieren und bekam Verbindung mit weiteren befreundeten po­litischen Leidensgenossen, die wegen verschiedener ,, Delikte" von der Gestapo eingefangen waren. Darunter den Inspektor der dänischen Schule in Schleswig , Svend Johannsen , den Lok.­Führer Lassen aus Padborg usw. Nicht lange dauerte es, da füllte sich das Gefängnis mit Dänen, die sich der Arbeits­sabotage" schuldig gemacht hatten. Die Deutsche Arbeitsfront hatte mit dem dänischen ,, Fagforbund" einen Vertrag ge­schlossen, demzufolge ein Stundenlohn von 85 Pfg. vereinbart worden war. Als man dann am Lohntage den Dänen nur 55 Pfg. auszahlte, wurde von ihnen die Arbeit niedergelegt, worauf die Gestapo diese ,, Arbeitssaboteure" ins Gefängnis brachte, das in einigen Tagen eine Überbevölkerung zu zeichnen hatte. Zu den Dänen gesellten sich noch einige Nor­weger, die den allzu gefälligen norwegischen Gestapoliebsten die Zöpfe abgeschnitten hatten. Da im Gefängnis kein Dolmetscher vorhanden war, so rückte ich zum Dolmetscher auf und ,, zen­sierte" gleichfalls die ein- und ausgehenden Briefe der dänischen und norwegischen Gefangenen. Es fiel gar nicht auf, daß man mit mir den Bock zum Gärtner gemacht hatte. Ein- und aus­gehende Briefe sah ich flüchtig durch und versah sie mit dem Zensurstempel; der Hauptwachtmeister unterschrieb.

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Inzwischen war es draußen recht ungemütlich geworden: Kiel erlebte die ersten starken Bombenangriffe, die sehr schwere Verluste auch an Menschenleben brachten. Obwohl die Presse diese Verluste zu vertuschen versuchte, wurde ich dennoch bestens durch die abends einrückenden Arbeitskommandos in­formiert, wenn ich bei der Essenausgabe mithalf. Ich erfuhr von einer verunglückten deutschen Flotteninvasion nach Eng­land. Man hatte alle erdenklichen Fahrzeuge, vom Fischerkahn und Gummiboot aufwärts, für diese Invasionsflotte, Hitlers Armada der schwimmenden Särge, mobil gemacht, um Eng­land in die Kniee zu zwingen. Die englische Flotte brauchte zur Abwehr nicht in Aktion zu treten, denn der einsetzende starke Südweststurm machte völlig reinen Tisch mit diesen see­untüchtigen Fahrzeugen, von denen sich kümmerliche Reste nach Wilhelmshaven , Cuxhaven und Kiel retteten. Die deutsche Nordseeküste war übersät mit Wrackstücken und angeschwemm­ten Opfern des verbrecherischen Unternehmens Hitlers .

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