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In der Presse las man jedoch nichts davon, nur die Geretteten wußten darüber zu berichten: ,, Wir zogen gegen Engeland" werden diese noch ,, einmal Davongekommenen" geklagt, aber nicht gesungen haben. Auf Hitler als Arrangeur dieser verunglückten Landungs- Aktion paßte vortrefflich die Lebenswahrheit: In den Ozean segelt mit tausend Masten der Jüngling, still auf gerettetem Boot treibt in den Hafen der Greis.
Auf einer Kieler Werft war der neue Flugzeugträger ,, Hindenburg" vom Stapel gelaufen und sollte seine erste Probefahrt machen, obwohl die Farbe noch nicht einmal trocken war. Diese Probefahrt währte nicht lange sie ging von der Wasseroberfläche bis zum Grunde der Kieler Förde ein Bombentreffer hatte ganze Arbeit geleistet. Niemand hat damals von dem einzigen Flugzeugträger ,, Hindenburg" erfahren. Alles hatte zu schweigen, und das Schweigen war nicht schwer, denn das Schiff lag unsichtbar auf dem Meeresboden und bot somit keinen Anlaß zur Diskussion.
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Da ich weder über Behandlung noch Verpflegung zu klagen hatte, wartete ich nur ab, was man von seiten der Gestapo weiter gegen mich unternehmen würde. Die sich verstärkenden Bombenangriffe machten den Aufenthalt im Gefängnis recht ungemütlich, denn in nächster Nähe hatte es Treffer gegeben, und ein Teil des Gefängnisses in der Ringstraße war schon zerstört worden, wie mir erzählt wurde. Der Sommer ging dahin, und ich glaubte nicht anders, als daß ich wohl das KZ mit dem Gefängnis endgültig vertauschen sollte, was mir, bis auf die Bombenabwürfe, nicht unangenehm war.
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An einem der letzten Novembertage es war kurz nach Mittag kam ein Wachtmeister aufgeregt zu mir in die Zelle und teilte mir mit, daß ich mich sofort fertig machen müsse; denn ich würde jetzt entlassen, das Schreiben würde bald gebracht. Während ich meine Sachen packte, kamen mir doch gelinde Zweifel an der Richtigkeit dieser überraschenden Mitteilung. Das Schreiben kam wirklich. Es enthielt die Mitteilung, daß der am 28. 8. 1940 gegen mich erlassene Haftbefehl auf Antrag des Oberreichsanwalts beim Volksgerichtshof aufgehoben sei. Da hatte ich es nun schwarz auf weiß.
Mit meinem Bündel im Arm wartete ich nun nur darauf, daß man mir die Zelle aufschließen sollte, damit ich den Weg in die Freiheit betreten konnte. Die Zellentür öffnete sich, doch etwas bekümmert kam der Wachtmeister mit der mündlichen Nachricht, daß es wohl noch etwas dauern würde; denn die Gestapo habe durchgerufen, daß ich noch bleiben müsse. So packte ich meine Sachen wieder aus und wartete auf die Ge stapo , die denn nach einigen Tagen mir erneut den Schutzhaftbefehl zum KZ brachte.
Wieder war es inzwischen Weihnachten geworden, als ich zum zweiten Mal, nunmehr als ,, Rückführung" in Hitlers Inferno Sachsenhausen einzog. Längst schon war das Zwischenspiel in Kiel vergessen, als ein Schreiben vom Oberreichsanwalt beim Volksgerichtshof , datiert vom 5. 4. 1941 einging, aus dem ich ersah, daß nunmehr das Ermittlungsverfahren gegen mich eingestellt sei. Einige Monate später kamen die weiteren Mitange
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