rend neun dieser SA - Leute kurz nacheinander von der SS be­seitigt, jedenfalls erschossen wurden, um die Zeugen gegen Göring aus dem Wege zu räumen, gelang es dem SA - Mann Kruse, der bei Röhm den Adjutanten machte, von Wiessee , wo Röhm erschossen wurde, unter Mitnahme des Tagebuches von Röhm in die Schweiz zu entkommen. Über den englischen Sender ist über diese Angelegenheit derzeit ausführlich berichtet worden.

Einige dieser Exemplare dieses Kruse- Briefes gelangten auch nach Flensburg , wo sie vervielfältigt und an Vertraute weiter­gegeben wurden. Schon nach einigen Tagen ließ sich fest­stellen, daß die Zahl der Kruse- Briefe rapide gewachsen war; denn die vervielfältigten Kruse- Briefe gingen anonym an Freunde und Bekannte. Wohin ich auf meinen Geschäftsreisen kam, wurde von dem Kruse- Brief gesprochen. Die Gestapo ent­wickelte eine fieberhafte Tätigkeit, um Absender, Hersteller und Verbreiter zu ermitteln. Da erfahrungsgemäß die Gestapo selbst noch nie etwas ermittelt hatte, sondern nur auf die Mit­arbeit von Denunzianten angewiesen war, so bediente sie sich auch in diesem Falle der Spitzel und Denunzianten.

Als ich auf einer Geschäftsreise nach Lübeck im Herbst 1934 mit dem dortigen Vertreter unserer Firma Biovis- Werk G. m. b. H., deren Mitinhaber ich war, zusammenkam, konnte mir auch dieser Ficke war sein Name vom Kruse- Brief erzählen, und wir unterhielten uns darüber.

Kurze Zeit darauf hatte ich eine Haussuchung nach der andern, die alle erfolglos verliefen. Sämtliche Schreibmaschinen der Firma wurden von der Gestapo und ihren Hilfskräften durchgesehen und die Typen mit der Schrift eines zufällig erwischten Kruse- Brief- Exemplars verglichen. Nichts konnte zu meiner Belastung gefunden werden. Der Denunziant Ficke, nebst Vater und Schwager versuchten es nun mit einem Erpres­sungsversuch bei mir, der mißglückte. Daraufhin gab Ficke sen. eidlich zu Protokoll, von mir ein Exemplar des Kruse- Briefes bekommen zu haben.

Die Bemühungen der Gestapo , eines Exemplars der ,, So­zialistischen Aktion" habhaft zu werden, dürften vergebens gewesen sein. Auch in Freundeskreisen war es mir später nicht möglich, eine Abschrift dieses Krusebriefes zu bekommen. Erst kurz vor Drucklegung dieses Buches gelangte durch politische Freunde in Schweden nachstehender Auszug aus: ,, Sozialistische Aktion" von Anfang August 1934 in meine Hände:

Ein Reichstagsbrandstifter meldet sich.

SA- Mann Kruse, Nr. 134 522, vom Stabe Röhms, schreibt

an Hindenburg .

Ein SA- Mann Ernst Kruse, Nr. 134 522, hat von der Schweiz aus an Hindenburg einen Brief über den Reichs­tagsbrand geschrieben und zugleich der ,, Deutschen Frei­heit" eine Abschrift gegeben. Dieser Kruse stellt sich als der letzte aktive Brandstifter vor. Er behauptet, im Besitz von Akten Röhms zu sein, die er der englischen Re­gierung zur Kenntnis und Veröffentlichung übergeben werde.

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