Wir täuschten uns nicht schon an der Landungsbrücke in Kollund wurden Extrablätter ausgerufen und durch die Radio­meldungen erfuhren wir etwas Näheres über die Vorgänge in Berlin und München , die bald darauf unter der Bezeichnung ,, Röhm- Affäre " bekannt wurden. Bis zur Rückfahrt am Abend war man durch die dänischen Nachrichten über alles Vor­gefallene völlig orientiert. Aus Sicherheitsgründen wurden die Zeitungen nicht mit nach Flensburg genommen, weil sie bei der Revision durch die Gestapo zum Verhängnis werden konnten. Die an einem Sonntag- Abend sonst so ruhigen Straßen waren jetzt auffallend belebt und zwar von Scharen der schwar­zen Berliner SS, wie die Nummern der gleichfalls zahlreichen Autos, das Berliner IA auswiesen. Was hier vor sich ging, war immer noch nicht für die Flensburger ersichtlich. Erst am nächsten Vormittag konnte ich Näheres erfahren, was für mich sehr aufschlußreich war.

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Ein in der Großen Straße( Stadtzentrum) wohnender Dro­gist J., im Nebenamt Blockwart der Nazis, erschien bei mir an der Tür und bat um eine vertrauliche Unterredung hatte mich für einen mit den Nazis sympathisierenden Nach­barn gehalten und ließ ich ihn näher treten.

,, Herr Lienau, ich habe eine ganz wichtige Aufgabe für die Partei", begann er einleitend ,,, ich komme zu Ihnen, weil ich bestimmt annehme, daß Sie mich auch unterstützen wer­den". Zunächst wünschte ich zu hören, was er mir denn so Geheimnisvolles anzuvertrauen hatte. ,, Ich habe für einen hohen Herrn der Regierung zwei Zimmer für einige Tage zu besorgen, und da möchte ich Sie bitten, Ihre beiden Zimmer zur Straße bereitzustellen. Die Herren haben im ,, Bahnhofshotel"( in näch­ster Nähe meiner Wohnung) eine vertrauliche Beratung, und daher sollen sie sämtlich in der Nähe privat untergebracht werden."

Auf meine Frage, welchen Herrn man denn bei mir ein­zuquartieren gedächte, eröffnete mir der Biockwart, daß es sehr wichtig wäre, entweder den Führer, Minister Heß oder Minister Goebbels meiner Obhut anzuvertrauen. Da ich weder die Miene verzog oder die Farbe wechselte, noch sonst irgend­welche Anzeichen aufwies, die vielleicht auf Abweisung schließen konnten, so fuhr er fort: ,, Es darf nichts in der Stadt von dieser Tagung noch von der Anwesenheit dieser Herren bekannt werden; ich vertraue auf Ihre strengste Verschwiegenheit", die ich ihm auch zusicherte. ,, Wir nehmen an", fuhr der Herr Drogist fort ,,, daß der Führer doch noch vielleicht bei Herrn Prien( dem Besitzer des ,, Bahnhofs- Hotel"), einige Zimmer be­kommt. So wären nur noch die Minister Heß und Goebbels unterzubringen. Am liebsten wäre mir, wenn Sie Goebbels nehmen würden, da ich bereits für seinen Chauffeur im Hause gegenüber beim Fruchthändler ein Zimmer bekam."

Es lag nun bei mir, einen von diesen dreien auszusuchen, doch fand ich es für geraten, ihm zu sagen, daß wir bereits Fremdenbesuch hatten und noch weiteren Besuch für diese Tage erwarteten. Zudem hielten wir es im Hause so, daß ich meiner Frau die Regelung dieser Angelegenheiten überließ und

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