Befehl erhalte, da werde ich hunderttausend... eine Million erschießen. Und immer werde ich darauf stolz sein. Herr Entreß be- S stimmt bei jeder Auswahl Hunderte, ja Tausende für den Tod und schämt sich mutig zu sein. Pfui!" Er spuckte auf die Erde und ging zum Tor hinaus, indem er sich auf sein Gewehr stützte.
Gerlach folgte ihm bald.
Das kleine Körperchen lag zusammengerollt immer noch auf dem gelben Sand. Wacek und Hans umgingen es bei der Hofreinigung. Im Waschraum war, es still. Roman hörte auf zu weinen. Er schaute stur auf den Hof, konnte seinen Blick von der schwarzen Wand nicht abwenden. Krampfhaft preßte er die Lippen zusammen und atmete schnell. Ich berührte seinen Arm:
Er hob den Kopf wie nach einem Erwachen.
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Was willst du?"
,, Komm rauf!"
Plötzlich warf er noch einen Blick durchs Fenster, stieß mich beiseite und sprang zur Tür.
Ich eilte ihm nach.
Roman lief schnell zu dem kleinen Körper und hob ihn behutsam mit beiden Händen auf.
Wie festgenagelt stand ich und konnte keinen Schritt weiter tun. Eine kleine Weile schaute Roman das Kind an, dann ging er zu der Kiste und legte den kleinen Leib neben den des Mädchens auf die mit Blut besudelte Brust der jungen Frau, der Mutter der beiden Kinder.
Das waren die nächsten Angehörigen des vor einigen Tagen entflohenen Häftlings Johann Przywara aus Zamošč .
Gemäß dem Befehl des Reichsführers der SS wurden sie vernichtet.
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VI. Kapitel
Eines Tages kam ein Transport aus Krakau , der ausnahmslos für die SK bestimmt war. Er bestand aus einigen Polen und etwa zwanzig Juden. Beim Abendrapport nahm Blockführer Gerlach die ,, übliche Musterung der Angekommenen vor. Einen Augenblick lang hielt er vor der hochgewachsenen Gestalt eines älteren Mannes, die sich deutlich aus den übrigen heraushob.
,, Was bist du von Beruf?" fragte er.
,, Ich bin Geistlicher."
,, Aha!" Die Augen des SS - Mannes blitzten bestialisch auf. ,, Du kamst wohl hierher, um uns zu bessern, was?"
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