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Gefangener der Gestapo / von Wilhelm Poiess
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sah und gleich dreimal von ihm die Hand bekam. Er war erschüttert.

In bester Stimmung geht es nun nach Pullach , wo wir die restlichen Priester aufladen. Aber noch sind wir nicht alle zusammen. Es muß ein weiter Umweg gemacht werden. Wir fahren nach Wald- see ins Württembergische.

Die Nacht vorher war fast ganz im Gespräch mit den Mitbrüdern vergangen. Diese Nacht wollen wir durchfahren, denn tagsüber hatten wir verschiedene Pannen. Es ist also die dritte Nacht, in der wir nicht schlafen können. Wir kommen gegen 3 Uhr in Waldsee an. Bis wir den Pfarrer gefunden und ge- weckt haben ist es nahezu 5 Uhr geworden. Sofort beginnen wir mit der Zelebration in der wunder- baren Waldseer Barock-Kirche. Inzwischen stöbert P. Bange Fräulein Warth auf: dieSchönstätter-

Generalvikarin. Diesen Namen hat sie von uns Dachauern bekommen wegen ihrer unermüdlichen Sorge für uns. Sie hatte schon vorher für eine

ganze Reihe entlassener Dachauer-Priester gesorgt. Nun holt sie uns nach der Messe alle 30 zusammen in ihr Haus und bringt das. Kunststück fertig, allen ein Bett oder ein Sofa, oder irgendeine Ruhestätte zu besorgen. So können die zum Teil gänzlich er- schöpften älteren Herren doch wenigstens ein paar Stunden ruhen, denn P. Bange, der Unermüdliche, befindet sich schon mit dem Autobus auf dem Weg zum Bodensee , um auch die letzten noch Außen- stehenden, P. Allebrod und P. Friedrich heimzu- holen.

Da aber. Fräulein Warth, die uns in den vergange- nen Jahren in Dachau durch ständige Paketsendun- gen betreut hat und der wir also zu größtem Dank verpflichtet sind, von Dachau hören will, so verkneife da es doch einer tun muß ich mir den Schlaf und erzähle, weiß aber noch genau, daß ich, ent- setzlich müde, wie ein Automat gesprochen habe, als ob das Ganze gar nicht wirklich wäre.

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