einem Arzt gingen, um Sicherheit zu bekommen. Das konnten wir nach etwa einer Woche, und der Arzt konstatierte bei uns eine Blutruhr, jedoch nicht ansteckender Art. Das beruhigte uns, und langsam, langsam mit allen möglichen Dingen aufgepäppelt, ging es uns besser. Beim P. Provinzial allerdings immer wieder mit Rückfällen.
Und nun richteten sich unsere Gedanken
heim wärts.
Aber vorläufig sah es noch nicht so aus, als ob wir bald nach Hause könnten. Alle Brücken im Umkreis gesprengt, die Bahn völlig lahmgelegt, es sah nicht so aus, als ob wir vor Wochen oder Monaten weiter könnten.
Am ersten Sonntag sprach P. Stumpf in der Maiandacht zu den Leuten von Waakirchen . Am Himmelfahrtsmorgen predigte ich und nachmittags in der Maiandacht sprach P. Provinzial. Die Kirche war jeweils sehr voll. Die Leute nahmen sichtlich Anteil an unserem Schicksal. Dann gingen die Tage für uns ruhig dahin und die Sehnsucht nach Hause wurde immer größer. Es kam der Pfingsttag, am Pfingstnachmittag predigte ich in der Maiandacht. Am Tag vorher war es P. Provinzial wieder ganz elend zu Mute. Er hatte ständig Ohnmachtsanfälle, lag den ganzen Tag zu Bett, konnte garnichts zu sich nehmen und war anscheinend auch etwas gedrückt. Am Pfingsttag erklärte er: ,, Heute geht es mir zum ersten Mal besser." Am Nachmittag, als ich von der Predigt heimkam, brachte ich die Nachricht, mit, es könne in der nächsten Woche möglich sein, daß wir mit einem Kohlentransport nach Freising gelangten, oder wenigstens in die Nähe von Freising . hatten dieses als erstes Hoffnungszeichen betrachtet wie auch all die und waren mit den Hühnern andern Tage, zu Bett gegangen. Das Bett war ja noch immer unser großes Erlebnis.
-
-
a
F
E
ESF
F
"
S
to
V
li
W
e
166


