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und waren den Anstrengungen des Marsches einfach nicht mehr gewachsen. Kurz entschlossen nahmen wir sie mit und als wir nun marschierten, merkten wir, daß kein Posten mehr bei uns war.
Da wußten wir: Jetzt gehtesin die Freiheit! Und an dem Abend dieses 1. Mai gegen 10 Uhr stampften wir des Weges. Wir beteten, hielten unsere erste Maiandacht: den Rosenkranz , die Gottesmutter- Litanei und andere bekannte MuttergottesGebete. So müde wir waren, ich glaube, daß wir selten im Leben andächtiger gebetet haben. Dann langten wir in dem Dorf an.
Ein SS- Mann war nicht zu sehen. Wir gingen aus eigenem zur Kirche und standen da, keiner sprach ein Wort, als fürchtete jeder das Traumhafte unserer Lage durch ein lautes Wort zu zerreißen und wieder die hoffnungslose Wirklichkeit von heute morgen zu sehen. P. Stumpf ging zum Pfarrhaus, wir warteten. Es dauerte eine Weile, bis P. Stumpf mit dem Pfarrer zurückkehrte. Es war ja schon Nacht. Bei unserem Anblick liefen dem guten Pfarrer Hunk- linger die Tränen über die Wangen. Mit großer, mitbrüderlicher Freundlichkeit hieß er uns willkommen und führte uns in die Kirche. Die sollte in dieser Nacht unser erstes Asyl, unsere erste Heimat sein. In der Sakristei begrüßte er uns alle, schaffte Decken herbei, ließ einen warmen Tee kommen, und wir selber brachten ihn davon ab, uns noch etwas Essen zu bringen, weil wir wußten, es wäre uns nicht bekommen. Und dann schliefen wir auf den Kirchenbänken, in dem beglückenden Gefühl, daß in der ersten Nacht unserer Freiheit der Heiland im Tabernakel unser Gastgeber sei, und bevor ich einschlief, wußte ich in einem tiefen Glücksgefühl und sagte der Gottesmutter: ,, Ja, liebe Gottesmutter, jetzt weiß ich, wie der 1. Mai endet!
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