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Gefangener der Gestapo / von Wilhelm Poiess
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140
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Der Todesmarsch

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Am 26. April 1945, gegen 9 Uhr morgens, wird unser Block von einer Hiobspost überrascht. Der Block­älteste Gerhard M. läßt den Block zusammen­rufen. Man sieht es seinem bedrückten Gesicht an, daß er uns keine gute Mitteilung zu machen hat. Der ganze Block tritt an. Zirka 1400 Priester aus 25 Nationen. G. teilt uns mit:

,, Ich habe euch die Nachricht zu überbringen, daß das ganze Lager Dachau evakuiert wird. Bis Mit­tag hat ein jeder seine Sachen zu packen. Er darf mitnehmen: 2 Decken und seine persönlichen Hab­seligkeiten. Ich warne euch aber, nehmt nicht zu­viel mit. Ihr wißt ja, was ein Transport bedeutet. Das habt ihr ja jetzt oft genug gesehen. Um 12 Uhr muß das ganze Lager marschfähig auf dem Appellplatz antreten, nur die Fußkranken bleiben zurück".

Wie ein dumpfer Schrecken ist uns diese Nachricht in die Glieder gefahren. Ja, wir wissen, was ein Transport bedeutet. Haben wir doch in den Wochen und Monaten vorher oft genug die Elendskolonnen an uns vorüberwanken sehen, die lebenden und toten Gerippe, die Überlebenden der vielen Transporte aus allen Gegenden. Haben gesehen, wie in den Tagen nach ihrer Ankunft Hunderte dahinstarben, haben gehört, wie auf den Märschen Hunderte buch­stäblich am Wegesrand verreckt sind und haben uns von den fürchterlichen Strapazen erzählen lassen. Nun sollten also auch wir auf Transport gesetzt wer­den, und zwar, wie wir hintenherum hören, nach Tirol, ins Ötztal . Dort will sich, so heißt es, die SS verteidigen bis zum Letzten. Uns ist sofort klar: jetzt ist das Ende angebrochen. Dies sind die ent­

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