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Gefangener der Gestapo / von Wilhelm Poiess
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Tyrann heraus. Es wurden Noten geschrieben, Rand­leisten gemalt, Matritzenabzüge hergestellt, geschnit­ten, gebunden, geklebt und schließlich war ein hüb­sches Büchlein in lachsfarbenem Umschlag mit Sil­berschmuck entstanden, darin 60 unserer schönsten Weihnachtslieder. Nun konnte gesungen werden zur Feier. Wieder andere hatten die Klassenzimmer und Erholungsräume von jeder Erinnerung an die Schul­zeit befreit und in heimliche Wohnstuben umgestal­tet. In jeder befand sich ein Kripplein, hier ein Rinden- Kripplein, dort eine Felshöhle, dort ein ganz modernes Stilgebilde, alles wurde selbst hergestellt und all das mußte mit viel Opfer erkauft werden. Dann kam die Vorbereitung der Familienfeier, denn am Sonntag in der Oktav sollten die Angehörigen eingeladen werden, um mit ihren Buben ganz schöne Schönstatt- Weihnachten zu feiern. Und feine Schön­statt- Weihnachten sind es dann auch geworden. Und das Geheimnis war: Wir hatten alle dafür geopfert und aus diesen Opfern erwuchsen allen die eigent­lichen Weihnachtsfreuden.

Von einer ,, Weihnachtsfeier im Schneesturm des Sudetengaues" erzählte uns P. Fischer:

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Josef war da in eine kalte Gegend hineingeraten. Was ihn mehr als die Kälte des Winters bedrückte, war die Kälte der Herzen. Durch den Einfluß des Josefinismus und eine unglückliche Vergangenheit war das Glaubensleben seiner Pfarrei-( die er übri­gens, von Schönstatt vor der Gestapo fliehend, dort im Sudetengau übernommen hatte; und gerade dort wurde er von der Gestapo verhaftet und nach Dachau gebracht) sehr erkaltet und erstorben. Und nun hatte Josef einen Generalsturm auf die Herzen ein­gesetzt, insbesondere über den Weg der Kinder­herzen, die er sich bald aufschloß und die er zu kleinen Aposteln erzog. Weihnachten sollte einen besonderen Vorstoß in die Herzen der Erwachsenen bedeuten und da setzt nun zwei Tage vor Weihnachten

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