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kaum von einer Rippenfell- und Lungenentzündung genesen, aus dem Revier entlassen worden und sollte auf Transport kommen. Um ihn davor zu retten, hatte man ihn schnell in die„Gärtnerei außen“ ge- steckt; nun sollte er arbeiten, der kaum Genesene, noch garnicht wieder zu Kräften Gekommene. Was war da zu machen? Da mußte man die Arbeit ein- fach für ihn mittun. Ich tat es und er, der nur ge- brochen deutsch sprach, auch offensichtlich noch schüchtern war, sah mich mit dankbarem Blick an. Am zweiten und folgenden Tag war aber die Freund- schaft schon enger. Er taute auf, und es stellte sich heraus, daß er ein springlebendiger, quicklebhafter, echter Franzose war. Er saß voll von Liedern, konnte alle Schlager mit sämtlichen Strophen, auch deutsche, und sein Liederbuch„Jeunesse qui chante“ von A-Z auswendig. Es interessierte mich sehr, besonders französische Chansons und alte Volkslieder kennen- zulernen. Ich brachte ihm dann einen Apfel, dann ein Stück Kuchen. Seine Dankbarkeit fühlte ich, wenn er auch nichts sprach. Er war mit 10 Theologen von Blois zwangsweise nach Deutschland überführt und man hatte die 10 Theologen ausgerechnet unter 250 Frauen in eine Fabrik eingegliedert. Auch in ihrem Arbeitslager waren sie zur Hälfte Frauen, zur Hälfte Männer gewesen, das war in Nürnberg . Dann hatte er einen Brief an einen Freund in Norwegen geschrieben, darin ein Satz der Gestapo -Zensur miß- fiel, er wurde gefangengesetzt und kam nach Dachau . Von Anfang an verfolgte ihn das Unglück. Er war dauernd kränklich, zunächst Erkältung, dann Lun- genentzündung, dann Rippenfellentzündung, dann wieder Erkältungen am laufenden Band. Mit den.El- tern hatte er keine Verbindung. Bald merkte ich, daß ihm auch körperlich geholfen werden mußte. Eines Tages hatte man ihm seine Schuhe gestohlen, ohnehin waren sie sehr wackelig gebaut. Ich konnte ihm neue besorgen, er hatte einen sehr kleinen Fuß, Nr. 36. Kurze Zeit darauf waren ihm diese zum
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