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Gefangener der Gestapo / von Wilhelm Poiess
Entstehung
Seite
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Sodann muß ich dem ersten Hauptwachtmeister B. ein gutes Zeugnis ausstellen. In welch feiner Weise hat er mir die Nachricht vom Tode meiner Mutter überbracht. Sie starb im Juni. Er brachte mir selbst das Telegramm. Hatte es, da es von der Gestapo kontrolliert worden war, wieder zugeklebt, wie ich merkte, weil er sich genierte, mir ein ge­öffnetes Telegramm bei solcher Gelegenheit über­reichen zu müssen. Als ich ihm sagte: meine Mutter ist gestorben", drückte er in wirklich feiner Weise sein Beileid aus und gab mir gleich die Erlaubnis, nach Hause zu schreiben. Vom Tode meines Vaters wurde ich schon bevor die Gestapo den Brief durchlesen hatte durch Wachtmeister Z. und Wachtmeister M. benachrichtigt und in diesen Tagen haben wirklich alle bekannten Wachtmeister sich sehr fein benommen.

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Und dann kam eines Tages der harte Schlag. Die Zellentür geht am Morgen auf. Der Wachtmeister sagt zu mir: ,, Packen Sie zusammen, Sie sind ent­lassen". Ich starre ihn verständnislos an. Los, los, machen Sie sich fertig, Sie sind entlassen". Ich dar­auf: ,, Wirklich entlassen?" ,, Na was denn sonst! Packen Sie Ihre Sachen zusammen und machen Sie nicht so langsam"!" Ja, meinen Sie, in die Freiheit entlassen?" ,, Na, du lieber Gott, was stellt der Mensch sich an! Wohin denn sonst? Erst will er nicht hinein und jetzt will er nicht heraus". Inzwi­schen hatte sich ein anderer bekannter Wachtmeister dazugesellt. ,, Mache Se nor langsam" in schönem hessischen Dialekt. Den Zug um 2 Uhr bekommen Sie nicht mehr nach Limburg . Sie müssen schon den um 416 Uhr nehmen". In heftigster Erregung packe ich meine sieben Sachen zusammen, es geht zur Hausvaterei. Mein guter Z. ist leider nicht da. Sein Stellvertreter bestätigt mir: Jawohl, Sie sind ent­lassen". Ich frage:" Kann ich jetzt nach Hause gehen?" ,, Ja, sicher!", sagte er ,,, wenn Sie die For­

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