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haben ja miteinander einen Friedensvertrag. Immerhin kann ich ihm nicht ersparen, den ganzen An- und Zwischenfall notieren und Dr. Büttenberg melden zu müssen.
So werde ich denn schon nach einer Weile von Nikos kräftigen Leichenträger- Armen nach unten geschleppt und auf Büttenbergs Untersuchungssofa gebettet, wo ich zitternd und angstverzerrt zur Decke starre und Arme und Beine verdrehe, als wollte ich probieren, wie weit sie gebrauchsfähig sind.
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,, Na, Sie strampeln ja wie ein ungezogener Knabe", sagt Büttenberg ungerührt, und wie mir scheinen will, sogar mit einer gewissen höhnischen Neugier. Dann betastet er mich: ,, Übrigens ist von dem stupor nicht viel zu merken. Der Anfall geht ja überhaupt sehr schnell vorüber." Soll ich ihm das Gegenteil beweisen und mich wieder verkrampfter in die Angst hineintoben? Aber ich fühle mich doch schon zu sehr abstrapaziert, es würde mehr ungewollt ratlos als ungewollt angstgepeitscht aussehen.
Daher beschließe ich, mich dem andern Extrem zu vertrauen und einen Schlafanfall zu markieren; der braucht, wie ich zu wissen glaube, nur ein paar Minuten zu dauern. Also schließe ich die Augen, lockre die Glieder und bin weg.
Offenbar bin ich infolge meiner Erschöpfung nach dem zweistündigen Wüten tatsächlich eingeschlafen. Als ich aufwache, scheint mir die seltene Vorwintersonne ins Gesicht, während vorher alles ziemlich düster war. Meine Umwelt sieht kalkig und gläsern aus, die Dinge knistern leise und sind so spröde, daß man sich an ihnen schneiden kann. Ich muß wohl doch länger geschlafen haben und sehe mich etwas verstört im grellen Zimmer um.
,, Ich soll wohl meinen ganzen Vormittag mit Ihnen vertrödeln", knurrt der Obermedizinalrat. ,, Schläft der Mensch hier wie' ne Ratte und schnarcht sogar. Na Freundchen, der Schlaf war ziemlich normal."
Er spielt an seiner Uhr und denkt nach: ,, Wissen Sie, was Sie sind? Ein Feigling sind Sie. Sie haben Angst, eine ganz bestimmte Angst, nämlich Angst vor dem Gericht, vor der verdienten Strafe. Und da führen Sie sich auf wie ein hysterisches Weib."
Ach, wenn ich doch jetzt mit ihm diskutieren dürfte! Herr Obermedizinalrat, hat nicht jeder Mensch das Recht und sogar die Pflicht, um sein Leben zu kämpfen? Was soll daran feige sein? Ich mache mir die Sache doch wirklich nicht bequem. Ich
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