mir vor, als wenn der Schmutz, das Leid, das Unheil, das sich seit Jahrzehnten in den Därmen dieses Hauses. angesammelt hat, nicht mehr in ihm Platz fände und es auseinandertreibe. Vom Gram durchtränkt, vom Fußtritt des Verbrechers geschunden, von Opferkraft der hohen Herzen erschüttert, vermag dieses Haus nicht länger sein herrisches Leben zu behaupten, und so zerfällt es wieder zu der Erde, aus der es anmaßend kam. Hinab in das neue Inferno der Schmach, hinauf in den Turm meines Schweigens!
Mir leuchtet ein hochfahrender Genieblitz von Hebbel durchs Hirn: ,, In die Hölle des Lebens kommt nur der hohe Adel der Menschheit. Die andern stehen davor und wärmen sich." Die braune Hölle brennt.
Ich friere. Die Julinacht gerinnt zu grauem Eis.
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