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weich wurde dieser Mann erst in dem Augenblick, da die „Sonderkommission“, eine Einrichtung, über die ich noch sprechen werde, auch die Korruptionsfälle auf dem Bauhof unter die Lupe nahm und eine Reihe von buchführenden Häftlingen als Zeugen vernahm.
Ein Jahr vorher standen Bauhof und Baubüro als Arbeits- kommando in keinem besonderen Ansehen. Der schon öfters erwähnte Kommandant Hermann Loritz, derin Ermangelung eigener produktiver Fähigkeiten sich viel auf den Baustellen herumtrieb und Werkstätten inspizierte, hegte ein grundsätz- liches Mißtrauen gegen die Arbeitsfreudigkeit der Häftlinge und hielt es für angebracht, namentlich den auf dem Bauhof tätigen Häftlingen durch rasch improvisierte Strafmaßnahmen zu imponieren, Gelegentlich der Errichtung der sogenannten „Sonderhäuser“— vier im Sicherheitsbereich des Lagers, aber außerhalb der Lagermauer erbaute Einfamilienhäuser, die als Unterkünfte für ganz besonders prominente Häftlinge dienten(eines davon bewohnte mehrere Jahre lang der ehe- malige österreichische Bundeskanzler Schuschnigg mit seiner Familie)— erschien SS-Oberführer Loritz fast täglich auf der Baustelle, wo er durch Brüllen, Toben, Fußtritte und Ohrfeigen, die er verabreichte, die Bauarbeiten auf seine Weise zu beschleunigen versuchte, Da diese aber trotz alle- dem nicht die von ihm gewünschten Fortschritte fmachten, ließ er eines Sonntagnachmittags sämtliche auf dem Bauhof beschäftigten Häftlinge— auch die des Baubüros— zU einem großen Strafexerzieren auf dem Appellplatz antreten. In welcher Form dieses Exerzieren sich abspielte, erhellt die Tatsache, daß nach Beendigung desselben— abends gegen 8 Uhr— 17 Tote auf dem Appellplatz lagen. Loritz selbst kommandierte diese Aktion; später wurde er von dem SS- Unterscharführer Bayerle abgelöst, der ihm an Brutalität in nichts nachstand und seine sichtliche Freude daran hatte, wenn wieder ein Häftling als Teiche in einen Barackenwinkel getragen werden mußte. Als nach Beendigung dieses Spek- takels die unglücklichen Teilnehmer daran endlich ihre Ba- racken aufsuchen durften, war kaum noch einer von ähnen fähig, aufrecht zu gehen; hinkend und blutend, über und über
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