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hatten immer noch Speck in beträchtlichen Mengen zu ver- senden, während die Pakete der Deutschen schon den ganzen Mangel, den die Göringsche Forderung„Kanonen statt Butter“ verursachte, erkennen ließen. Mit um so größerer Dankbar- keit nahmen wir hin, was unsere Eltern, Frauen, Geschwister und Freunde uns schickten. Endlich konnte man einmal wie- der ein Stückchen Kuchen, einen Apfel oder gar ein Ei essen. Bohnen, Grieß, Hirse, Mehl, Zucker und Trockenmilch waren köstliche, hochwillkommene Gaben. Auf allen Herdstellen des Lagers, in den Werkstätten und Büros wurde gekocht und geschmort, meistens unter den schwierigsten Umständen, denn natürlich war das Kochen offiziell nur in der Baracke und nurin den Freistunden gestattet. Die Ausgabe der Pakete erfolgte allabendlich in den Blocks unter Beisein eines SS- Dienstgrades, eines Blockführers, der den Inhalt der Pakete zu überprüfen hatte. Der Empfang von Alkohol war verboten. Die zweite, fast zur selben Zeit eingetretene Neuerung war, daß wir uns die Haare wachsen lassen durften; das heißt, nur den Angehörigen der„germanischen Rassen“, also Deutschen , Norwesern, Dänen und Holländern, ward diese Vergünstigung zuteil,
Die dritte, nicht minder begrüßenswerte Wandlung dieser an plötzlichen Reformen so reichen Zeit: der Kommandant Her- mann Loritz und sämtliche ihrer Brutalität wegen berüchtig- ten und gefürchteten SS -Bestien wurden in der Zeit von März bis August 1942„abgelöst“! Sie verschwanden spurlos von der Bildfläche, und an ihre Stelle traten mit dem neuen Kommandanten, SS-Standartenführer Kaindl, ältere Reser- visten, die sich durch ihren Mangel an Mordgier und Tot- schlagsgelüsten wohltuend auszeichneten. Der Lagerführer Suhren wurde nach Ravensbrück , in das Frauenlager, ver- setzt; Lagerführer Grünewald verschwand gleichfalls; die Nachfolger dieser beiden Unmenschen, deren Schuld keine irdische Strafe zu entsühnen vermag, waren die Untersturm- führer Kolb und Höhne, zwei Beamte, die im Vergleich zu den beiden vorhin Genannten als wahre Engel zu bezeichnen sind, Das um die gleiche Zeit ergehende Verbot, Häftlinge zu mißhandeln, wurde auch jetzt nicht immer befolgt, schränkte
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