mern seiner Welt und erklärte uns den Grund dieser Maßnahme: Unordnung und Unreinlichkeit im Block.
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An solchen Schreckenstagen blieben wir ohne Mittagessen oder gingen wir ohne Abendkost zu Bett. Aber auch hier mußte man sich auf nächtliche, überfallartige Besuche gefaßt machen. Denn um die gleiche Stunde, da wir uns zur Ruhe legen mußten, gingen die Angehörigen der Lager- SS in das Führer- oder Unterführerheim, um sich hier durch reichlichen Alkoholgenuẞ in jene Stimmung zu versetzen, die ihnen zur Durchführung nächtlicher Lagerexpeditionen und Blockinspektionen erforderlich schien. Wenn dieser Augenblick eingetreten war meistens gegen 1 oder 2 Uhr-, zogen sie gröhlend und wetternd in das Lager, gingen in die nächstbeste Baracke und veranstalteten nun hier einen Tumult und ein Durcheinander, daß man meinte, von Teufeln heimgesucht zu werden. Nicht selten eröffnete ein in den Schlafsaal gezielter Pistolenschuẞ dieses ,, Remidemmi"- wie der amtliche Lagerausdruck dafür lautete-: aus schwerem, bleiernem Schlaf gerissen, taumelten wir in die Höhe, da schlug uns auch schon das wüste Gezeter der im Dunkel mit ihren Prügeln oder Peitschen wild um sich hauenden SS - Leute in die Ohren. Wer flink war und die nötige Geistesgegenwart besaß, verkroch sich unter das unterste Bett, noch flinkere sprangen einfach aus dem Fenster, falls sie das Glück hatten, in der Nähe eines solchen zu liegen. Irgendeinen ,, erzieherischen Sinn" hatten diese Vorgänge nicht; sie galten mehr als Belustigung nicht für uns! und hörten auf zu der Zeit, da sich ein anderer nächtlicher Besucher, ein gewaltiger, furchtbarer Besucher mit Phosphorkanistern, Sprengbomben und Luftminen einen Weg in das Reich bahnte. Vor diesen Gästen kapitulierte der nächtliche Übermut der SS - und erst um den Preis des allmählich in Schutt und Trümmer sinkenden Berlins bekamen auch wir unsere Ruhe.
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Die ersten, allerdings noch vereinzelten Angriffe auf die Reichshauptstadt erfolgten bereits im Jahre 1940; einen schweren, nachhaltigen Charakter nahmen sie aber erst zwei Jahre später an. Dennoch wurde bereits im Frühjahr 41 das Kommando ,, Bombensucher" geschaffen, dessen Aufgabe es
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