( mit Ausnahme des letzten) gerne Bären, Affen und Bluthunde.
Dieser Kommandanturbereich war vom eigentlichen Häftlingslager wieder durch eine Mauer getrennt, in deren Mitte sich, genau dem großen Lageraußentor gegenüber, der„ Turm A" befand ein breiter Zweiflügelbau mit einem turmartigen Aufsatz und dem eigentlichen Lagereingangstor, über dem in mächtigen Metallettern das Wort:
stand.
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Schutzhaftlager
In der nach der Straße hin durch ein mit der ermunternden Inschrift ARBEIT MACHT FREI versehenes Gittertor sich öffnenden, etwa fünf Meter tiefen Einfahrt befanden sich rechts die Torwache mit der Blockführerstube und links das Zimmer des Arbeitsdienstführers und die Räume der Postzensurstelle. Im ersten Stock des Turmes A: Zimmer des Rapportführers, der Lagerführer, der Aufnahmeraum mit der großen Häftlingskartei. Im Turmbau: Aufenthaltsraum für die Turmwache und die Kanzel mit dem Maschinengewehrstand. Das hier auf eine drehbare Lafette montierte schwere MG bestrich nach der Lagerseite hin den gesamten Bereich des Häftlingslagers. Leichte Maschinengewehre befanden sich außerdem auf den zahlreichen, die Lagermauer unterbrechenden Wachtürmen.
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Das erste, was uns nachdem wir das Tor in diesem Turm A durchschritten hatten auffiel, war ein weiter öder Platz, der Appellplatz, und um diesen, im Halbkreis gruppiert, die grüngestrichenen Unterkunftsbaracken für die Häftlinge. Auf jeder Stirnwand der dem Appellplatz zunächststehenden Baracken prangten in großen weißen Buchstaben die Wortbestandteile eines Spruchs, als dessen Autor uns später der Reichsführer der SS Heinrich Himmler genannt wurde. In der Reihenfolge von Baracke zu Baracke gelesen lautete dieser Spruch:
,, Es gibt einen Weg zur Freiheit! Seine Meilensteine heißen: Fleiß, Gehorsam, Nüchternheit, Ordnungsliebe, Sauberkeit,
Opfersinn und Liebe zum Vaterland!"
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