schon in einer der ersten Dokumentierungen seiner Ansprüche auf und ist gewiß so alt wie sein berühmter Entschluß, Politiker zu werden. Sie ist zwar nicht gerade sehr menschenfreundlich, aber vom Standpunkt der Zweckmäßigkeit aus betrachtet einfach und wirkungsvoll. Schließlich, was gibt es Bequemeres als jemand umzubringen, wenn man davon überzeugt ist, daß dieser Jemand nicht mit allem einverstanden ist, was zu tun man selbst für das einzig Richtige hält! So dumm war Hitler nicht, um die Größe der Zahl derer, die mit seinem Tun nicht ganz einverstanden waren, zu verkennen. Er mußte also damit rechnen, daß nicht nur einige, und zwar sondern sehr viele umgebracht werden mußten fortlaufend umgebracht werden mußten, denn mit einmal war das Geschäft nicht zu bewältigen. Es mußten also Orte und Einrichtungen geschaffen werden, mit deren Hilfe diese Massenabschlachtungen technisch durchführbar waren.
Diese Orte waren die Konzentrationslager.
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Diese Einrichtungen waren die Lagerkrematorien, die Fabriken des Todes.
Irgendein rückständiger Philosoph hatte einmal geäußert: er wird immer ,, Der Mord läßt sich nicht organisieren
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eine Einzelerscheinung bleiben!" Was für ein Irrtum! Nichts läßt sich leichter organisieren als der Mord! Unsere Ingenieure wären Stümper, wenn sie das nicht zuwege brächten und unsere Polizeiorgane traurige Hanswürste, wenn sie sich nicht freudigen Herzens daran beteiligten! Gewiß, heute, da ich dies schreibe, herrscht ein allgemeines Entsetzen und ein ungeheurer Abscheu vor dem blutigen Handwerk der Gestapo , aber damals, da es vielleicht noch möglich gewesen wäre, den Anlaß dieses Entsetzens und Abscheus zu verhindern, entblödete sich nicht einmal ein so großer Dichter wie Knut Hamsun , die Konzentrationslager Adolf Hitlers als eine segensreiche Einrichtung anzuerkennen.
Als Adolf Hitler mit seinem Spießgesellen Heinrich Himmler die Technik der Vernichtung politischer Gegner ausarbeitete, war der Ort, an dem ich später Zeuge von der Wirksamkeit
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