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auf. Die Kriegsgefangenen der Roten Armee, etwa 800 Mann, formier- ten sich und marschierten mit einer Verzögerung von zwei Stunden in mustergültiger Ordnung ab. Sie sollten unterwegs die erste Bresche schlagen. Alles war abmarschbereit. Mit jedem Transport sollten nur bestimmte illegale Widerstandsgruppen mitgehen, die die Aufgabe hat- ten, unterwegs die Bewachung zu erledigen und dadurch die Befreiung des Transportes durchzuführen.
Während die sowjetrussischen Kriegsgefangenen unter auffallend starker Bedeckung abgeführt wurden, war von Westen her, aus der Richtung Erfurt , Gefechtslärm- Artillerie- oder Tankduelle- zu hö- ren, und zwar so nahe und deutlich wie noch nie. Die Durchbruch- panzer der 3. amerikanischen Armee setzten zum letzten, entscheiden- den Stoß in Richtung Weimar an. Die Häftlinge waren überzeugt da- von, daß die SS -Banditen unter Aufwand aller möglichen Brutalität in wenigen Stunden das Lager räumen würden. Deshalb hieß es weiter: „Verzögern!““ Auch wenn die Knüppel nur so um die Köpfe sausten, immer nur langsam! Stunden können retten! Das war die Parole. Manche Häftlinge, durch die Aufregung der vergangenen neun Tage ziemlich mitgenommen, entschlossen sich, nicht bis zum letzten Trans- port zu warten. Sie rechneten damit, daß mit dem letzten Transport als Begleitung der gesamte Kommandanturstab mitgehen würde, und daß es unter dessen Aufsicht schwieriger sein würde, zu entkommen, Mit den beiden letzten Transporten, die unter Anwendung aller nur möglichen Verzögerungsmethoden im Laufe des Dienstagnachmittags und abends dennoch weggingen, verlor das Lager weiter 9280 Häft- linge. Während des Abtransportes der letzten 4480 Mann erschienen drei Spitfires über dem Lager und kreisten um den Bahnhof Buchen- wald, dann flogen sie die Straße Buchenwald-Weimar entlang. Kurz nach dieser Episode wurde ein Transport von 487 Häftlingen aus Bill- roda eingeliefert.
Am Dienstagabend waren noch 21000 Häftlinge im Lager. Diese Nacht zum Mittwoch ließ alle Häftlinge in ihren Kleidern schlafen, denn jeder rechnete damit, daß es in der Nacht entweder zu der ent- scheidenden Auseinandersetzung, zu einem Massenmassaker, zu einer Bombardierung durch deutsche Flieger oder bestenfalls zu einem Massenabtransport kommen würde. Das Artilleriefeuer der 3. amerika- nischen rückte immer näher. Man hörte, Erfurt sei gefallen. Den Sanitätern und Ärzten im Häftlingskrankenhaus wurde noch nach 19 Uhr die Frage vorgelegt, ob sie mit den Blocks abmarschieren oder
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