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Zu essen gab es schon den zweiten Tag nichts mehr. Die SS hatte allen Proviant aus dem Lager herausgeholt. Es war ein Tag banger Erwartung des Kommenden. Die wenigen Eingeweihten lagen verteilt oder geschlossen in Bereitschaft und harrten der Entwicklung der Dinge. Heute mußte die Entscheidung fallen.
Was würde uns der Tag bringen?
Die langersehnte Freiheit und das Leben oder
den Tod??
Wir waren jedenfalls bereit, unser Leben so teuer wie möglich zu verkaufen. Es wurde neun, zehn, es wurde elf Uhr. Der Geschützdonner rollte näher. Noch war die SS im Lager, noch zeigte sich nichts Auffälliges, woraus wir hätten schließen können, daß unsere Vernichtung beginnen sollte. Eine dumpfe, drückende Stimmung lag über dem Ganzen wie Gewitterschwüle. Die Lautsprecher in den Blocks, die sonst die SS - Befehle vermittelten, hatten den ganzen Vormittag geschwiegen.
Es war einhalbzwölf Uhr.
Ich saẞ in meinem Block. Gerade vorher hatte mich ein Kamerad nach kurzem Besuch verlassen, wobei wir uns noch einmal die Hände drückten, der eine in des anderen Augen las und jeder wußte, was er bald zu tun haben würde.
Noch einmal überprüfte ich in Gedanken die Situation.
Jede Minute konnten die Würfel fallen.
Ja, sie würden fallen, so oder so, ein jeder fühlte es.
Würde man uns noch vergasen?
Würde man uns mit Brandbomben belegen und uns niederknallen? Was wird geschehen?
Aber komme, was da mag, die Rechnung würde teuer werden.
-
In meinen Gedanken wurde ich durch das Aufheulen eines anhaltenden, dumpfen Sirenentones unterbrochen.
Daraufhin ein Knacken im Lautsprecher, dann die öftere Wiederholung eines Befehls:
,, Alle SS - Angehörigen aus dem Lager!"
Das Heulen der Sirene, die das Herannahen amerikanischer Panzer ankündigte, und dieser SS- Befehl zündeten.
-
Die Stunde der Abrechnung war gekommen!
-
Jeder wußte, was er für die Erhaltung des Lebens aller Lagerinsassen zu tun hatte. Alles war bis ins kleinste organisiert.
Die Luft war erfüllt vom Brummen der schweren Panzermotoren, vom Bersten der Granaten, vom Knattern der MG's, vom Lärm des Kampfes, der sich in diesem Augenblick um Buchenwald herum abspielte.
Im Lager selbst ein Raunen, ein Flüstern von Befehlen.
Gut getarnte Verstecke wurden aufgerissen und Waffen, Maschinengewehre, Karabiner, Pistolen, Handgranaten, Panzerfäuste gingen von Hand zu Hand. Alles blitzschnell.
Ein Schleichen auf den Lagerstraßen. Von Block zu Block in Deckung springend vor den pfeifenden Kugeln der SS, die noch die Wachtürme besetzt
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