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"Häftling ... X ... in der Hölle auf Erden!" / Udo Dietmar
Entstehung
Seite
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zu sterben galt, hier waren wir unter nationalsozialistischer Gewalt, bru­talem Mordterror und vollkommen rechtlos. Wir wußten nicht, wie weit das Eude noch war und wann die Freiheit, die neue Zeit, anbrechen würde. Uns alle trug nur der Glaube, daß Wahrheit und Gerechtigkeit siegen werden und siegen müssen, so oder so, daß Lüge und Betrug an den Menschen nicht triumphieren werden.

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Der Abend kam, die Nacht brach herein, und der nächste Morgen gab uns der rauhen Wirklichkeit zurück.

Mit vierzig Kameraden wurde ich kommandiert, Kies zu fahren. Wir standen noch unter Quarantäne und wurden darum gesondert gehalten. Als Zugänge bildeten wir ein Kommando für uns, weil wir auf Befehl der SS besonders scharf behandelt werden mußten.

Zu dem Zählappell fand sich die ganze Belegschaft des Lagers wieder zu­sammen. Außer den Todkranken, die auf Strohsäcken lagen und nicht mehr antreten konnten, mußten wir in Reih und Glied gestaffelt dastehen, daß die SS uns zählen konnte. Der Rapport stimmte, und wir durften abtreten zum Arbeitsappell, das heißt, kolonnenweise zu den eingeteilten Arbeitskomman­dos antreten.

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Wir, als Zugänge, wurden einem Capo er war Luxemburger stellt, der uns mit unseren Pflichten vertraut machte und uns die Disziplin in kurzen nüchternen Worten einschärfte. Von sich aus tat er es nicht, er war da­zu bestellt. Machte er es nicht, wurde er hart bestraft und ein anderer an seine Stelle gesetzt. Wenn ein niedriges Subjekt, das sich von der SS kaufen lieẞ, an seinen Posten gekommen wäre, hätten wir es weitaus schlimmer gehabt. Aber dieser Capo war, soweit er es sein durfte, Kamerad und Mensch, auch wenn er uns die ihm hart auferlegten Pflichten beizubringen hatte. Wir mußten gehorchen. Das sahen wir ein.

Von morgens sechs bis mittags zwölf mußten wir Schubkarren mit Kies berg­auf und bergab schieben. Dann war Mittagsappell Wieder hieß es: An­treten!, wieder wurden wir gezählt. Das Ganze stand in Reih und Glied, Block für Block auf dem terrassenförmigen Appellplats. Die Sonne brannte heiß. Nach einer guten halben Stunde endlich durften wir wegtreten.

Wir marschierten geschlossen in unseren Block, bekamen jeder ein Liter Mittagskost, spülten unsere Eẞnäpfe, setzten sie an Ort und Stelle, reinigten den Raum und traten dann erneut an, diesmal zum Arbeitsappell.

In geschlossener Formation bewegten wir uns, vor Schwäche schwankend, den Schubkarren zu, die wir nicht mehr loswurden bis zum Abendappell, der um sechs Uhr stattfand.

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