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Turm A ohne Neuigkeit : Erlebnis und Bekenntnis eines Österreichers : ein Komponist, Maler und Schriftsteller schildert das KZ / Anselm J. Grand
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Block Brot stahl und angezeigt wurde, mußte er für die paar Bissen mit dem Leben büßen.

Das Jahr 1941 hatte schrecklich begonnen und eine unüberseh­bare Zahl von Opfern aufzuweisen. Trostlos ging ein Tag nach dem andern vorüber und jede Stunde bedeutete Verzweiflung.

iff, wurde Über 2000 Priester waren hier im Lauf der Zeit zusammen­e. Dorthin getrieben worden. Vom jüngsten bis zum Greis litten sie schon Meinung Monate für Glauben, Überzeugung und Beruf im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes! Unzählige dieser Opfer regelrecht hauchten ihr Leben aus und traten den gleichen Weg an wie ihr eschäftigt Vorbild Christus. Er führte über den Kreuzweg Deutschlands nach usammen Golgatha Dachau.

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Schon als sie nach ihrer Einlieferung auf dem Appellplatz an­en Vieren getreten waren, rüttelte uns ein schauerliches Bild aus unserer ein erlöst Apathie. Nach allen nur erdenklichen Verspottungen spie man die stützend Priester an, schlug sie sogar. Brevier, Bibel und andere Andachts­hnsinn in bücher riß man aus ihren Händen. Man schlug damit so lange in durch die ihr Gesicht, bis die Fetzen flogen. Mit den Rosenkränzen, die sie wie ein trugen, riß man sie zu Boden, zerrte man sie auf dem Kieselstein er, den er so lange herum, bis die Gesichter der Gewürgten blau anliefen! sich selbst arauf kan e sich um

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,, Er soll euch retten, wenn er kann!" Man wies gegen den Himmel und meinte Christus, nahm ihnen schließlich die Rosen­kränze ab und warf sie in eine Ecke. Viele dieser Priester küßten himmelwärts blickend die Kreuze und gaben ihre Kränze dann erst den schauerlichen Knechten. Alte Männer, fast Siebzigjährige, weinten dabei wie Kinder, weil sie ihren Herrgott, den sie ihr Leben lang in Ehren getragen, jetzt hergeben und zusehen mußten, wie man die Kleinode in den Schmutz trampelte. Wie oft stieg ein Bild vor uns auf, das Christus in der Mitte seiner Gegner zeigte, verspottet und angespien.

Was haben wir in 2000 Jahren gelernt?

Nichts!

Ein Volk, das sich als Kulturträger bezeichnet, muß wissen, daß dazu die Bildung des Herzens und des Geistes notwendig ist. Ein Volk, das morden geht, ein ,, Führer", der es dazu anlernt, und Beide verdienen nicht, neben Völkern ken. Die mißbraucht, ist kulturlos. mit Kultur zu leben! Ein Volk, das in sogenannten Bildungshäusern Bilder einer Zeit der Unkultur vor Augen führt, um dann in noch größere Unkultur zu verfallen, diese Bilder in den Gotteshäusern aufzuzeigen, ist rückschrittlich und verdient die Vernichtung! Das 20. Jahrhundert verlangt das Bekenntnis zum Leben in seiner harmonischesten, menschlichsten, eigentlichen Form und nicht Phrasen, die von Tatsachen erschlagen werden. Wenn man nicht ist, was man sein müßte, darf man nicht von Kultur sprechen! Will man sein, was man nicht ist, muß man mit aller Kraft des Herzens und des Geistes trachten, es zu werden. Das zeigt dann die ersten Spuren eines Willens zur Kultur.

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