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Gang entlang, durch den Hof und durch das erste Tor auf die Lagerstraße zum Jour- Haus. Dort stand ein Auto, das ich auf Befehl bestieg. Ein Offizier der Gruppe brachte mich zu meinem Arbeitskommando in das Atelier der Plantage. Die Kameraden getrauten sich überhaupt nicht zu fragen, was mit mir vorgegangen war. Erst später schob mir mein Kamerad Kascak heimlich ein Stück Brot zu, das ich verschlang. Er gab mir auch eine Zigarette, die ich in einer offenen Naht meines Uniformrockes versteckte. Gern hätte ich geraucht, doch konnte plötzlich wieder einer dieser Herren erscheinen und mich erwischen.
Nun war ich wieder frei. Was vorgegangen war, erfuhr ich erst im Block nach dem Einrücken vom Arbeitsplatz, bezw. nach dem Abrücken vom Appellplatz.
Kascak erzählte mir, daß mein Chef, Obersturmführer Vogt, meine Arbeiten dem Reichsführer vorgelegt habe, die Himmler ausnehmend gut gefallen hätten. Himmler habe daher befohlen, mich sofort zu ihm zu bringen. Der O. St. F. habe ihm kurz gemeldet, daß ich im Bunker und daß die Spannung zwischen Lagerführung und dem Kommando der Plantage unerträglich sei. Man habe mich nach dem Einrücken von der Arbeit einfach in den Bunker gesperrt. Daraufhin habe der Reichsführer das Atelier besichtigt, das Auto bestiegen und sofort das Lager aufgesucht. Nach einer Stunde sei ich dann in dem gleichen Auto zurückgeführt worden.
Obwohl das für mich eine Genugtuung war, wußte ich doch genau, daß die Atmosphäre zwischen Lagerführung und dem Kommando der Malerei sich nicht bessern, sondern eher noch verschlechtern werde. Das wurde mir am nächsten Tage um so klarer, als ich beim Morgenappell zum Lagerführer gerufen wurde, der mir mit einem Fingerzeig zum Hochspannungsdraht zynisch erklärte: ,, Hier, in diesem Netz, wirst du Schwein dich ja doch einmal verfangen und elend zugrundegehen. Du weißt auch", fuhr er fort, ,, daß nebelige Tage ihre Opfer verlangen und immer wieder gefunden haben. Das wird eines Tages auch mit dir der Fall sein!" Nach diesen Worten befahl er mir, wieder in das Arbeitskommando Plantage einzutreten.
Mir blieb nichts übrig, als zu schweigen, umzukehren und im Laufschritt mein Kommando aufzusuchen. Mit welchen Gefühlen ich meine Arbeit wieder begann, kann ich kaum erzählen. Jeder Mensch, der die Macht dieser Totenkopfverbände kannte, weiß genau, was diese Worte bedeuteten, daß der Tod sich an die Fersen jedes heftete, dem man diese Worte ins Gesicht geschleudert hatte. Allerdings vergaß ich nicht, auch diesen Zwischenfall meinem vorgesetzten Arbeitskommandochef zu melden. Die nun täglich, ja stündlich wachsende Spannung schloß uns noch enger zusammen und Obersturmführer Vogt entpuppte sich als wirklicher Beschützer. Zur Jausenzeit ließ er mich holen, um mir über seinen Schreibtisch hin
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