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Turm A ohne Neuigkeit : Erlebnis und Bekenntnis eines Österreichers : ein Komponist, Maler und Schriftsteller schildert das KZ / Anselm J. Grand
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Mütterchen und ging ohne einen Groschen über die Grenze nach Jugoslawien , wo er die Verbindung mit dem damaligen Minister Koroschetz aufnahm. Koroschetz teilte unseren Plan, in den Grenz­gebieten einen Sammeldienst( Flüchtlingsaufnahmestelle) einzu­richten, dem damaligen jugoslawischen Staatspräsidenten Stojadi­ novic mit. Dieser Plan, der auch aufgezeichnet war, enthielt Grenz­übertrittsstege und geheime Wege und wurde vom jugoslawischen Staatspräsidenten nach Berlin verraten.

Bald darauf erfuhr ich von der Sekretärin des damaligen Polizeichefs der Gestapodienststelle Graz, daß der Plan von Berlin nach Graz weitergegeben worden sei.

Kadettfeldwebel Johann Gaster und Oberleutnant Paul von Butz gingen damals auf meine Veranlassung mit Arbeitern, die zwangs­weise nach Wilhelmshaven abgeschoben wurden, und hatten den Auftrag, in den Reihen der österreichischen Arbeiter die österreichi­sche Bewegung aufzuziehen. Gaster und Butz, die in den Befesti­gungsanlagen für Unterseeboote als gewöhnliche Arbeiter auftraten, sorgten für Verbindung mit Seestreitkräften und der gesamten Be­völkerung und schufen so das 1. Kampfterritorial im Norden Deutschlands für Österreich .

Bobner und Schifko übernahmen den Kurierdienst zwischen Fritz Holl in Jugoslawien , Slovenska Bistritzka und mir, Martha Ivanuscha arbeitete im außerordentlichen Spionage- und Kurier­dienst erst zur Polizei, dann nach Jugoslawien . Peter Maxomus leitete den Verbindungsdienst über Kärnten nach Jugoslawien , Hauptmann Alfred Microys sorgte für militärische Organisation, Dr. Maier- Gutenau führte den politischen Aufbau durch. Alfred Scheidl betreute die männliche, Elisabeth Friedl die weibliche Jugend. Swetina richtete Funkdienst und Nachrichtenstation zur NSDAP ein, Noeth versah den Dienst eines Adjutanten und Baron Marsburg stand im Kurierdienst nach England via Frankreich . Alfred Blumauer stellte mir sein Fahrzeug Tag und Nacht zur Ver­fügung, damit ich jederzeit flüchten konnte. Es war harte Arbeit, die er übernommen hatte.

Ich wurde von meinen Kameraden zum Führer dieser Bewegung bestellt. Meine ganze Kraft widmete ich dieser Berufung.

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Ich war nie sicher, verfolgt, wohin ich ging. Mit mir Brüder, Schwestern, Mutter. Selbst meine Großmutter mußte sich trotz ihrem hohen Alter von Nazikreaturen beschimpfen und anspeien lassen! Man kam eines Tages zu dieser 70jährigen Frau, riß meine Bilder von den Wänden, nahm den Säbel herunter, brach ihn und warf ihn zum Fenster hinaus. Man zerfetzte meine Soldatenmütze und drohte, die ,, alte Hexe" umzubringen, wenn sie nicht bald mein Versteck verrate.

Brüder und Schwestern wurden auf offener Straße geschlagen und mit Steinen beworfen, der dreijährige Willibald und der vier­

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