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Turm A ohne Neuigkeit : Erlebnis und Bekenntnis eines Österreichers : ein Komponist, Maler und Schriftsteller schildert das KZ / Anselm J. Grand
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Brüder brachten mir in der Nacht, obwohl das Haus von Posten umzingelt war, Brot und andere Dinge in den Wald und machten auch Kurierdienste zwischen meinen Kameraden und mir. Eine meiner Klavierschülerinnen, Erika Zola von Baierdorf, war eben­falls im Spiel und leistete mir gute Dienste.

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Nicht lange konnte ich dort bleiben meine Kameraden warteten auf mich. Sie wollten arbeiten für Österreich ! So wechselte ich meinen Wohnsitz und nächtigte abwechselnd bei Kameraden, Bekannten und Verwandten in Graz .

Dort zog ich im April 1938 eine Freiheitsbewegung auf.

Viele Österreicher schlossen sich mir an und traten mit ihrem Leben für die Heimat ein, ohne mit der Wimper zu zucken. Viele von ihnen fielen, viele flohen ins Ausland. Manche kamen nicht wieder und nur wenige Getreue blieben als Kämpfer gegen diese Sieger, die sich ewig unbesiegt fühlten. Einige wurden aus Ver­zweiflung und Schwäche zu Verrätern.

Die wenigen tapferen, unbeirrbaren Österreicher von Graz , die sich damals zuerst zu ihrem Lande bekannten und von der ersten Stunde an mit mir gegen die große ,,, unfehlbare" Macht an­traten, will ich hier in diesem Buche öffentlich nennen. Es waren Bernhard von Noeth, Oberleutnant Paul von Butz, Dr. Maier- Gutenau, Hauptmann Alfred Microys, Peter Maxomus+, Alfred Blumauer, Scheid, Swetina, Baron Marsburg, Ehrenfried Grand, Erhard Grand+, Melanie Grand+, Anselm Grand- Vater+, Elisabeth Friedl, Martha Ivanuscha, Rittmeister Friedrich von Riedel, Johann Gaster, Franz Bobner+, Alfred Schifko, Justine Jodl F, Justine Jodl- Mutter, Ober­leutnant Fritz Holl, Dr. Josef Neubauer, Ewald Weger, der Jude Schwarz und der Violinvirtuose Schnee, Erika Zola und Hermann Blumauer- Vater.

Sie waren die ersten Unentwegten, die gegen die braune Mord­pest antraten. Wenige nur leben mehr. Die anderen starben, ohne ein Wort zu verlieren, für ihre Heimat, für ihr Volk! Hunderte, Tausende schlossen sich bald an, sodaß wir gezwungen waren, einen regelrechten Kurierdienst nach Jugoslawien einzurichten und Sonderkuriere für das Ausland zu bestimmen. Letztere hatten die Aufgabe, mit sämtlichen Ländern Europas Verbindung aufzunehmen.

Oberleutnant Fritz Holl war der erste, der über Jugoslawien bis nach Amerika unseren Willen, unsere Kampfentschlossenheit bekanntgab und die Meldungen unserer Freiheitsbewegung in allen Erdteilen verbreitete.

Bei der Staatspolizei und den verschiedenen Ämtern hatte ich einen Nachrichtendienst eingeführt, bei Post und Eisenbahn einen regelrechten Funkverkehr, bei Polizei und Grenzschutz einen Kurier­dienst eingerichtet, der sich weit über die Grenzen ausbreitete und behauptete.

Holl verließ noch im Mai 1938 sein allein dastehendes, altes

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