heute in den Ohren.
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Die Fahrzeit bis zum Orte Dünamünde betrug mit dem Auto über eine halbe Stunde; niemals ist jemand von dort zurückgekommen, nie sind Juden in Dünamünde angekommen. Wohl aber wurden daraufhin im Getto sogenannte Hochwaldkommandos gebildet, die ausschließlich aus kräftigen jungen Männern bestanden. Diese mußten nackte Leichen eingraben und mit Chlor und ätzenden Chemikalien begießen. Von diesen Kommandos kamen auch nur durch Zufall einige Männer zurück.
Diese Aktion Dünamünde hat ungefähr 5000 Opfer gefordert.
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Salas Pils
Immer wieder wurden kräftige junge Männer in die Hölle von Salas Pils geschickt. Die Behandlung war dort furchtbar, denn für die geringsten Verfehlungen wurde schon die Todesstrafe verhängt. Dünne Suppe aus Rhabarberblättern oder sonstigen Abfällen, 220 g Brot täglich, Übernachten in verschmutzten Scheunen mit nur einer Decke, keine Reinigungsmöglichkeit, kein Trinkwasser, schwere Arbeit in Ziegelei oder Steinbruch, das war das ,, Leben" dieser Unglücklichen. Wurde man krank, bekam man zu allen sonstigen Quälereien auch nur halbe Ration. 80 Prozent dieser Menschen gingen elend zugrunde, da keinerlei sanitäre Anlagen vorhanden waren. Typhus und Dysenterie waren die Todesursache bei der einen Hälfte, die anderen wurden totgeprügelt, erhängt oder, wenn sie Glück hatten, erschossen. Ungefähr 7000 bis 8000 Menschen kamen dort in den Jahren 1941 bis 1943 um. Viele Verwandte und nähere Bekannte von mir waren darunter.
Nur einiges über das Leben im Getto:
Die ersten 14 Tage gab es keinerlei Verpflegung. Wir suchten aus den Unrathaufen verfrorene Kartoffelschalen, Gemüseabfälle usw., reinigten, kochten und aßen sie. Auch fanden wir hier und dort unter den Trümmern noch Reste von Mehl oder Grütze. Wir vermischten Kartoffelschalen mit etwas Mehl und buken ohne Fett daraus einen Kartoffelpuffer.
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