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Die Flucht : als KZ-Flüchtling durch fremdes Land / Willy Kreuzberg
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,, Wenn ihr nicht von allein wollt, muß ich mir selbst welche suchen. Ich denke, diese werden passen, und gut sind sie auch. Ihr SS - Männer habt ja immer das Beste getragen. Bis jetzt sind die Stiefel für Hitlers Sieg mar­schiert. Nun sollen sie einen in die Heimat tragen, der lange genug von dem Nationalsozialismus verfolgt

wurde."

Lange liegen wir in unseren Betten wach und unter­halten uns. Alles wollen die Jungen wissen. Die halbe Nacht ist herum, als wir endlich zum Schlafen kommen. Am nächsten Morgen gibt es einen schnellen, aber herz­lichen Abschied von meinen neugewonnenen Freunden, und dann entführt mich der Kapitän im Auto nach Has­ non . Unterwegs halten wir bei einer Menschenansamm­lung. Inmitten des dichten Kreises steht ein älterer Mann und spricht. Hilflos bewegt er die Arme, blicklos starren seine Augen. Er ist blind. Im Weiterfahren berichtet mir der Offizier: Diesem Mann hat die Gestapo mit einer brennenden Zigarette die Augen ausgebrannt. Er sollte Angaben über Parti­sanengruppen machen." Ernst, unbewegt ist sein Gesicht. Nur die Augen sprühen.

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Wenn Sie nach Deutschland zurückkommen, grüßen Sie den deutschen Arbeiter. Wir haben nichts gegen ihn, aber immer werden wir den Faschismus bekämpfen, solange er in einem Teil der Erde versucht, eine Gewaltherr­schaft aufzurichten. Immer und ewig!"- Fest reiche ich ihm die Hand.

,, Ich auch, Kapitän. Und mit mir die übrige Arbeiter­schaft Deutschlands . Nie wieder soll der Faschismus, ganz gleich wie er sich tarnt, in der Lage sein, einen Krieg zu entfachen. Das soll ein Schwur sein." Besser, angenehmer lebe ich jetzt. Der Kapitän hat in der notwendigen Form in Hasnon bekanntwerden lassen, wer ich bin. Sogar die Lebensmittelkarten erhalte ich über das Bürgermeisteramt. Um für eventuell vorkom­mende Fälle etwas Geld in Händen zu haben, helfe ich bei den Erntearbeiten. So wandere ich seit drei Tagen hinüber nach Rossult zum Dreschen. Und hier trifft mich

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